Kroatien modernisiert sein Autobahnnetz und das könnte den nächsten Sommerurlaub spürbar entspannter machen.
Ab März 2027 gehören lange Wartezeiten an kroatischen Mautstellen der Vergangenheit an. Das gesamte Autobahnnetz des Landes wird auf ein kontaktloses Mautsystem umgestellt – eine Neuerung, die vor allem Touristen und Gelegenheitsfahrern zugutekommen soll.
Das neue System gilt auf allen kroatischen Autobahnen, also auf jenen Strecken, die von HAC, Bina-Istra sowie der Autobahn Zagreb–Macelj betrieben werden. An der Berechnungsgrundlage ändert sich dabei nichts: Die Maut richtet sich weiterhin nach der zurückgelegten Strecke und der jeweiligen Fahrzeugkategorie – nur die Abwicklung erfolgt künftig vollständig elektronisch, ohne Halt an der Schranke.
Optionen für Fahrer
Für leichte Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder wird ein ENC-Gerät (elektronisches Mautgerät) genutzt, oder das Fahrzeug wird über die automatische Kennzeichenerkennung erfasst. Letztere Option ist besonders für jene praktisch, die nur gelegentlich durch Kroatien reisen und kein dauerhaftes ENC-Abonnement abschließen möchten. Schwere Fahrzeuge hingegen bleiben verpflichtet, ein entsprechendes Bordgerät mitzuführen.
Wer im Sommer mit dem Auto nach Kroatien fährt, muss sich also künftig keine Gedanken mehr über das richtige Kleingeld oder das Anstellen in der Mautkolonne machen. Wie das Portal T-portal festhält, könnte die Neuerung „die Durchfahrt für Touristen vereinfachen, die mit dem Auto durch Kroatien reisen und nicht das ganze Jahr über ENC nutzen.“
Offene Fragen
Allerdings sind noch nicht alle Details zur Registrierung und Zahlungsabwicklung für Gelegenheitsnutzer bekannt. Bis zum offiziellen Start empfiehlt es sich, die Ankündigungen der kroatischen Autobahnbetreiber sowie die offizielle Website von Crolibertas im Auge zu behalten, über die entsprechende Informationen veröffentlicht werden sollen.