Trump spricht, Belgrad hört zu – und zwischen beiden Hauptstädten wächst etwas, das mehr ist als Diplomatie.
Die Beziehungen zwischen Washington und Belgrad werden derzeit auf mehreren Ebenen ausgebaut. Im Juli eröffneten US-Außenminister Marco Rubio und sein serbischer Amtskollege Marko Đurić in Washington den ersten strategischen Dialog zwischen beiden Staaten. US-Präsident Donald Trump äußerte sich nun öffentlich positiv über den Stand der bilateralen Beziehungen.
Energieabkommen unterzeichnet
Ein konkretes Ergebnis des strategischen Dialogs war die Unterzeichnung eines Memorandums über Energieinfrastruktur und regionale Energiesicherheit. Gleichzeitig begrüßten die USA Serbiens vorläufige Entscheidung, das Pumpspeicherkraftwerk Đerdap III weiterzuverfolgen. Das Projekt wurde als erstes Vorhaben im Rahmen des bereits bestehenden zwischenstaatlichen Energieabkommens zwischen Serbien und den USA identifiziert.
Auf eine Frage eines Journalisten von Newsmax Balkans zum strategischen Dialog reagierte Trump mit den Worten: „Wir haben sehr gute Beziehungen zu Serbien.“ Bereits in der gemeinsamen Erklärung zum strategischen Dialog hatten Washington und Belgrad als Ziel festgehalten, die Partnerschaft zu stärken und die bilaterale Zusammenarbeit weiter auszubauen.
Neue Investitionschancen
Die vertiefte Zusammenarbeit im Energiebereich könnte künftig auch neue Investitionsmöglichkeiten schaffen. Das bestehende Energieabkommen verfolgt ausdrücklich das Ziel, Investitionen amerikanischer Unternehmen im serbischen Energiesektor zu erleichtern. Auch beim strategischen Dialog verwies die serbische Seite auf weiteres Potenzial für US-Investitionen, insbesondere in den Bereichen Energie und Infrastruktur.