Österreich schafft Schulklassen für Hochbegabte – ab 2027 soll ein neues Modell den Bildungsweg grundlegend verändern.
Ab Herbst 2027 soll im österreichischen Schulwesen eine neue Sonderform an allgemeinbildenden höheren Schulen für hochbegabte Schülerinnen und Schüler als regulärer Bestandteil des Regelschulwesens verankert werden. Die neuen Klassen sollen eine schnellere und individuell ausgerichtete schulische Laufbahn ermöglichen.
Wiederkehrs Reformplan
Bildungsminister Christoph Wiederkehr plant, die bislang im Rahmen von Schulversuchen erprobten AHS-Programme für Hochbegabte in dauerhafte Schulformen zu überführen. Die Sonderform sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler die Unterstufe in nur drei statt vier Jahren absolvieren können. Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt vier derartige Schulen entstehen. Der entsprechende Gesetzesentwurf, dessen Begutachtungsfrist am 4. November endete, sieht die Einbettung dieser Klassen in bestehende AHS-Standorte vor.
Auf Leistung abgestimmt
Ein pädagogisches Angebot, das auf das jeweilige Leistungsniveau abgestimmt ist und bis zur Matura reicht, soll sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert werden.
Für jene, die den Anforderungen der Sonderform nicht gerecht werden, ist ein Wechsel in eine reguläre Klasse vorgesehen, ohne dass eine Klassenwiederholung erforderlich wird.