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Sicherheitsbedenken

Tesla-Türen unter Verdacht: US-Behörde prüft rund 174.000 Autos

Tesla-Türen unter Verdacht: US-Behörde prüft rund 174.000 Autos
Symbolbild Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Aufprall, sofort Flammen, ein Mann bleibt im Wagen. Seit Oktober blicken Behörden weltweit auf ein Designdetail von Tesla.

Seit einem tödlichen Unfall in Südkorea stehen die versenkten, elektrisch bedienten Türgriffe von Tesla und die kaum zu bekämpfenden Akku-Brände im Mittelpunkt der Diskussion. Es laufen Ermittlungen, politische Gremien befassen sich mit dem Fall, und Behörden im Ausland nehmen die Fahrzeuge unter die Lupe.

Ein Tesla Model Y ist im Oktober 2024 in Südkorea gegen eine Mauer geprallt und stand sofort in Flammen. Lkw-Lenker versuchten, die bündig in der Karosserie eingelassenen Türgriffe zu betätigen. Der Lenker kam jedoch nicht mehr aus dem Wagen und starb auf der Rückbank.

Nach Angaben der Feuerwehr war die rasche Hitzeentwicklung durch das thermische Durchgehen der Batteriezellen für seinen Tod verantwortlich. Ob die Griffe eine Rolle spielten, blieb ungeklärt.

Umstrittene Türgriffe

Nach dem Aufprall heizte sich der Innenraum binnen kürzester Zeit auf. Die versenkten Griffe funktionieren ausschließlich auf elektrischem Weg, weshalb das System ausfallen kann, wenn die Batterie bei einem Zusammenstoß zerstört wird. Für Notfälle gibt es zwar mechanische Hebel im Fahrzeuginneren, doch Kritiker bemängeln, dass diese in dichtem Rauch und unter Stress nur schwer zu finden seien.

Verbraucherschützer erstatteten Strafanzeige gegen Tesla. Die Beanstandungen waren zudem Thema im südkoreanischen Parlament, wo Seo Young-deuk, der Chef von Tesla Südkorea, auf die vorhandenen manuellen Entriegelungen hinwies.

„Wie der Focus berichtet, untersucht die US-Sicherheitsbehörde NHTSA bereits rund 174.000 Autos des Model Y.“ China wiederum plant ein Verbot für versenkte Griffe, die keinen einfachen mechanischen Notöffner besitzen. Der chinesische Standard GB 48001-2026 schreibt für jede Tür, außer der Heckklappe, einen mechanisch zu öffnenden äußeren und inneren Türgriff vor und gilt ab dem 1. Jänner 2027, bereits zugelassene, im Verkauf befindliche Modelle müssen bis zum 1. Jänner 2029 angepasst werden.

Weitere Vorfälle

„Wie Bloomberg berichtet, sind weltweit mindestens 28 Menschen bei dokumentierten Vorfällen mit Tesla ums Leben gekommen, 15 davon in den USA.“ In Deutschland kamen seit 2018 mindestens acht Menschen bei Unfällen mit Tesla-Fahrzeugen ums Leben, in Österreich ist bislang kein derartiger Fall dokumentiert.

Am 4. Oktober 2019 fuhr im Tiroler Kössen ein Tesla gegen einen Baum, dabei entwickelten sich starke Flammen. Autofahrer, die dem Wagen nachfuhren, zogen den Lenker im letzten Moment aus dem Wrack.

Feuerwehren in Österreich warnen seit Längerem vor Akku-Bränden, die sich nur schwer löschen lassen.

Fällt dann auch noch die Elektronik aus, kann sich die Gefahr für die Insassen zusätzlich erhöhen.

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KO KOSMO-Redaktion
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