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Ab 300 Euro: Diese Rückzahlungen kommen jetzt im Juni

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(FOTO: iStock)

In Österreich gibt es derzeit verschiedene Rückerstattungen wegen unrechtmäßiger Preiserhöhungen oder zu viel gezahlten Steuern. Diese betreffen unter anderem Energieanbieter, Servicepauschalen, Streaming-Dienste und das Finanzamt.

Die angekündigte Energiekosten-Ausgleichszahlung aufgrund unzulässiger Tarifumstellungen und überhöhter Strom- und Gaspreise ist bereits angelaufen. Verbraucher können bis zum 30. Juni 2024 eine Gutschrift von durchschnittlich bis zu 275 Euro beantragen.

Diese Rückzahlung geht auf eine Klage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gegen Wien Energie zurück, die aufgrund unrechtmäßiger Vertragsänderungen und Preisanpassungen eingereicht wurde. Dadurch profitieren mehrere hunderttausend Strom- und Gaskunden in Wien und erhalten eine Rückerstattung in Höhe von mehreren hundert Euro.

Die Energiekosten-Ausgleichszahlungen belaufen sich im Durchschnitt auf 275 Euro. Die genaue Höhe der Rückerstattung variiert jedoch je nach individuellem Strom- und Gasverbrauch. Kunden, die am 31. August 2023 einen aktiven Optima-Vertrag hatten und automatisch auf den neuen Tarif umgestellt wurden, erhalten die Ausgleichszahlung direkt auf ihr Konto. Nur diejenigen, die der Umstellung aktiv widersprochen haben, blieben beim alten Tarif.

Die Höhe der Ausgleichszahlung variiert je nach Vertragsart und Haushalt. Stromkunden erhalten bei einem durchschnittlichen Verbrauch bis zu 75 Euro zurück, während Gaskunden bis zu 200 Euro zurückbekommen können. Die exakte Höhe der Rückerstattung wird vom Energieanbieter für jeden Kunden individuell berechnet.

Über die Website des VKI (www.verbraucherrecht.at) erreicht man das Abwicklungstool. Dazu sind die Kundennummer und die Vertragskontonummer erforderlich, die auf der Jahresabrechnung zu finden sind. Die Teilnahme an dieser Aktion ist freiwillig und kann nur noch bis Ende Juni erfolgen.

In den vergangenen Monaten wurden auch an Kunden der Salzburg AG und der Tiroler Tiwag ähnliche Rückzahlungen überwiesen. Auch hier wurden Preiserhöhungen während Zeiten hoher Energiekosten und Inflation als unrechtmäßig eingeklagt.

Neflix-Rückerstattung

Der beliebte Streaming-Dienst Netflix erstattet tausenden Kunden in Österreich bis zu 30 Euro. Dies basiert auf einer erfolgreichen Klage der Arbeiterkammer gegen Preiserhöhungen in den Jahren 2019 und 2020, die laut AK nicht rechtskonform waren.

Betroffene Kunden erhalten eine E-Mail von Netflix, in der die Höhe der Rückerstattung und ein eindeutiger Code für die Eingabe in das Online-Formular angegeben sind. Nach dem erfolgreichen Ausfüllen wird das Geld auf das angegebene Bankkonto überwiesen.

Lohnsteuerausgleich

Durch den Lohnsteuerausgleich, auch bekannt als Arbeitnehmerveranlagung, erhalten Steuerzahler in Österreich jedes Jahr beträchtliche Rückzahlungen vom Finanzamt. In diesem Jahr liegt die durchschnittliche Rückerstattung bei fast 1.000 Euro pro Person, in manchen Fällen sogar deutlich darüber. Dies ist hauptsächlich auf die erhöhten Absetzbeträge aufgrund der Valorisierung zurückzuführen.

Mobilfunk-Servicepauschalen

Kürzlich wurde entschieden, dass die Klage mehrerer Kunden gegen die sogenannten Servicepauschalen der Mobilfunkanbieter erfolgreich war. Dabei geht es um Rückzahlungen von bis zu 35 Euro pro Jahr, und das seit über 13 Jahren. Nun könnten viele Betroffene dieses Geld zurückfordern.