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Aberglaube? Warum haben manche Hotels kein Zimmer 420?

Aberglaube? Warum haben manche Hotels kein Zimmer 420?
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2 Min. Lesezeit |

Die Zahl 420 ist weltweit als Symbol der Cannabis-Kultur bekannt und stellt die Hotelbranche vor kuriose Herausforderungen. Viele Hotels verzichten bewusst auf Zimmer mit dieser Nummer, da sie regelmäßig mit Problemen konfrontiert werden: Die Zimmerschilder verschwinden als begehrte Souvenirs, und die Räume werden überdurchschnittlich oft zum Cannabiskonsum zweckentfremdet.

Findige Hotelbetreiber haben mittlerweile kreative Lösungen entwickelt. Manche weichen auf die Bezeichnung „419+1“ aus, andere malen die Nummer direkt auf die Tür, um Diebstähle zu verhindern. Das Phänomen beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Hotellerie.

Auch Verkehrsbehörden in Colorado und Idaho mussten handeln. Die Markierungen für die 420. Meile auf ihren Autobahnen wurden durch alternative Beschilderungen ersetzt, nachdem die ursprünglichen Schilder immer wieder gestohlen wurden. In Minnesota griff man zu ähnlichen Maßnahmen.

Kreative Lösungsansätze

Die Vermeidung bestimmter Zahlen hat in der Gebäudeplanung Tradition. So wird die 13 in vielen Häusern als Unglückszahl umgangen. Ein bekanntes Beispiel liefert der Horrorklassiker „Shining“: Während im Roman von Stephen King das unheimliche Geschehen im Zimmer 217 stattfindet, änderte Regisseur Stanley Kubrick die Nummer für den Film auf 237 – angeblich auf Wunsch des Overlook Hotels in Colorado, das befürchtete, Gäste würden künftig Zimmer 217 meiden.

Während manche Hotels die Nummer 420 meiden, gehen andere den umgekehrten Weg: In den USA entstehen spezialisierte „420-friendly“ Hotels, die sich gezielt an Cannabis-Touristen wenden. Ein prominentes Beispiel ist das „420 Hotel“ in Denver, das mit der Symbolik der Zahl wirbt und Gästen den legalen Cannabiskonsum in lizenzierten Lounges ermöglicht.

Historischer Ursprung

Der kulturelle Ursprung der Zahl 420 reicht bis in die Siebzigerjahre zurück. Eine Gruppe von Highschool-Schülern aus San Rafael in Kalifornien verwendete den Ausdruck „Louis 420“ als geheimen Code für ihre gemeinsamen Marihuana-Treffen. Die Schülergruppe nannte sich selbst „The Waldos“ und traf sich ab 1971 regelmäßig um 16:20 Uhr zum Cannabiskonsum. Über das Magazin „High Times“ und die Grateful-Dead-Community verbreitete sich der Begriff schließlich in der Cannabis-Szene.

Diese Ursprungsgeschichte gilt heute als eindeutig bestätigt und ist durch zahlreiche unabhängige Quellen dokumentiert, obwohl zahlreiche Mythen über die Herkunft der Zahl kursieren.

Heute ist 420 längst zu einem weltweit verstandenen Symbol der Cannabis-Kultur geworden – mit spürbaren Auswirkungen weit über die Hotelbranche hinaus.

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KO KOSMO-Redaktion
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