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Tierquälerei

Erschütterndes Video: Berüchtigter Unterwelt-Boss soll kleinen Hund misshandelt haben

Erschütterndes Video: Berüchtigter Unterwelt-Boss soll kleinen Hund misshandelt haben
Foto: zVg., iStock
5 Min. Lesezeit |

Schwere Vorwürfe gegen den mehrfach verurteilten Reality-TV-Teilnehmer Kristijan Golubović: Seine ehemalige Partnerin beschuldigt ihn der Gewalt gegen Menschen und Tiere.

Seit einigen Tagen sorgt der Name Kristijan Golubović erneut für Schlagzeilen. Seine ehemalige Partnerin Kristina Spalević hat in sozialen Netzwerken schwere Anschuldigungen gegen ihn erhoben. Neben Vorwürfen häuslicher Gewalt veröffentlichte sie Aufnahmen, die nach ihrer Darstellung zeigen sollen, wie Golubović einen Hund misshandelt. Spalević behauptet zudem, eines der Tiere sei später an den Folgen der Misshandlungen gestorben.

Unabhängig bestätigt ist diese Darstellung bislang nicht. Die genaue Todesursache des Hundes ist öffentlich nicht zweifelsfrei geklärt. Golubović weist die Anschuldigungen zurück und beruft sich unter anderem auf Angaben eines Tierarztes, wonach bei dem Tier neurologische Probleme, jedoch keine eindeutigen Spuren schwerer Misshandlungen festgestellt worden seien.

Golubović gehört zu den bekanntesten und zugleich umstrittensten Figuren der serbischen Öffentlichkeit. Er war Teil der Belgrader Unterwelt, wurde mehrfach strafrechtlich verurteilt und trat später in verschiedenen Reality-TV-Formaten auf. Sein Name taucht seit Jahrzehnten regelmäßig in Gerichtsakten und Medienberichten auf.

Widersprüchliche Angaben zum Tod des Hundes

In den aktuellen Berichten ist von mindestens zwei Hunden die Rede. Ein Hund namens Kan soll laut Spalević von Golubović geworfen und dabei am Knie verletzt worden sein. Spalević erklärte später, sie habe das Tier einer anderen Frau übergeben. Kan soll demnach nicht gestorben sein.

Die Behauptung, ein Hund sei infolge von Misshandlungen ums Leben gekommen, bezieht sich offenbar auf das Tier Koko, das bereits im März 2023 starb. Spalević erklärte damals zunächst öffentlich, der Hund sei nach einer zu hohen Dosis eines Beruhigungsmittels beim Tierarzt gestorben. Außerdem berichtete sie von bereits zuvor bestehenden neurologischen Beschwerden nach einem Sturz.

Ihre damaligen Aussagen stehen damit im Widerspruch zu den aktuellen Vorwürfen, wonach Koko an den Folgen von Schlägen und Misshandlungen gestorben sei. Ob veterinärmedizinische Unterlagen die neue Darstellung belegen, ist derzeit öffentlich nicht eindeutig nachvollziehbar.

Strafanzeige nach veröffentlichten Aufnahmen

Ein serbischer Tierschutzverein erklärte am 27. Juli 2026, bei einer Belgrader Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Golubović eingebracht zu haben. Als Grundlage nannte die Organisation öffentlich verbreitete Videos, Aussagen und weitere Informationen. Eine Strafanzeige bedeutet allerdings noch nicht, dass die Staatsanwaltschaft bereits ein Ermittlungsverfahren eröffnet oder Anklage erhoben hat.

Spalević erklärte außerdem, Videoaufnahmen und tierärztliche Unterlagen zu besitzen. Einen Teil des Materials habe sie bei der Polizei abgegeben. Golubović gab seinerseits an, ebenfalls mit den Behörden zusammenzuarbeiten und Unterlagen vorlegen zu wollen, die seine Darstellung stützen sollen.

Der Tierschutzverein forderte Staatsanwaltschaft, Polizei und Veterinärbehörden dazu auf, sämtliche Vorwürfe zu prüfen und bei einem hinreichenden Verdacht entsprechende Verfahren einzuleiten. Gleichzeitig appellierte die Organisation an andere Tierschutzvereine, bei öffentlich bekannt gewordenen Fällen möglicher Tiermisshandlung unabhängig von der Bekanntheit der beschuldigten Person zu reagieren.

Auch Vorwürfe häuslicher Gewalt

Spalević wirft ihrem ehemaligen Partner darüber hinaus Gewalt, Drohungen und Einschüchterungen vor. Serbische Medien berichteten bereits zuvor über Anzeigen und eine vorübergehende Kontakt- und Annäherungsbeschränkung. Ein rechtskräftiger Schuldspruch wegen der derzeit öffentlich diskutierten Vorwürfe liegt jedoch nicht vor.

Auch Aussagen über angebliche Gewalt gegen gemeinsame Kinder oder weitere Familienmitglieder beruhen bislang vor allem auf den Schilderungen Spalevićs und von ihr veröffentlichtem beziehungsweise angekündigtem Material. Sie müssen daher als Anschuldigungen und nicht als erwiesene Tatsachen behandelt werden.

Jahrelange Vorstrafen

Golubović blickt auf eine lange Reihe strafrechtlicher Verfahren zurück. 1999 wurde er in Griechenland zu 14,5 Jahren Haft verurteilt – unter anderem wegen des Diebstahls und Weiterverkaufs gestohlener Fahrzeuge sowie eines bewaffneten Raubüberfalls. Rund vier Jahre soll er in griechischen Gefängnissen verbracht haben, bevor er im April 2003 nach Serbien ausgeliefert wurde.

In Serbien wurde Golubović später in mehreren weiteren Verfahren verfolgt und verurteilt. Dabei ging es unter anderem um Erpressung und unerlaubten Waffenbesitz. Die einzelnen Fälle werden in Medienberichten teilweise verkürzt oder miteinander vermischt. Zu den bekannten Vorwürfen gehörten die Erpressung von 15.000 Euro von einem Unternehmer beziehungsweise ehemaligen Polizisten aus Sremska Mitrovica sowie ein weiterer Fall, bei dem es um 3.000 Euro und Schmuck ging.

Im Jänner 2010 wurde Golubović wegen des Verdachts auf organisierten Drogenhandel festgenommen. Die Ermittler warfen ihm vor, eine Gruppe organisiert zu haben, die zwischen August 2009 und Jänner 2010 im Raum Novi Pazar und Belgrad mit Heroin gehandelt haben soll.

Bei der Festnahme am 16. Jänner 2010 wurden insgesamt rund 125 Gramm Heroin sichergestellt. Etwas mehr als 100 Gramm sollen sich unmittelbar bei Golubović befunden haben. Ein zunächst ausgesprochenes Urteil von 14 Jahren Haft wurde später rechtskräftig auf acht Jahre reduziert. Verurteilt wurde er wegen Heroinhandels und unerlaubten Waffenbesitzes.

Ob die aktuellen Vorwürfe seiner ehemaligen Partnerin zu weiteren strafrechtlichen Konsequenzen führen, hängt nun von der Prüfung des eingereichten Materials durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Veterinärbehörden ab.

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KO KOSMO-Redaktion
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