Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Todesfall

Abnehmspritze tötet 19-Jährige – Pharmariese unter Beschuss

Abnehmspritze tötet 19-Jährige – Pharmariese unter Beschuss
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Eine 19-Jährige wollte abnehmen – und starb. Der Fall einer Studentin erschüttert nun die Debatte um beliebte Abnehmspritzen.

Josephine Nasr, eine 19-jährige Studentin aus dem US-Bundesstaat Kalifornien, ist in Großbritannien gestorben, nachdem sie den Wirkstoff Tirzepatid eingenommen hatte. Das Medikament, das sie zur Gewichtsreduktion verwenden wollte, löste nach Einschätzung des zuständigen britischen Arztes eine Herzrhythmusstörung aus, der sie erlag. Kurz vor ihrem Tod hatte die junge Frau in einem Telefonat mit ihren Eltern und ihrer Schwester über Übelkeit geklagt.

Als sie anschließend nicht mehr erreichbar war, verständigte die Familie das Wachpersonal des Studentenwohnheims – die Mitarbeiter fanden sie leblos in ihrem Zimmer.

Tödliche Wechselwirkung

Im Rahmen der pathologischen Untersuchung wurde festgestellt, dass Josephine Nasr zwar mit einer angeborenen Herzerkrankung gelebt hatte, die unmittelbare Todesursache jedoch auf das Abnehmmedikament zurückzuführen ist. Der Wirkstoff hatte demnach einen Abfall des Blutzuckerspiegels sowie ein Elektrolytungleichgewicht verursacht, was in Kombination mit der vorbestehenden Herzerkrankung die tödliche Rhythmusstörung auslöste. Auch die zuvor aufgetretene Übelkeit wurde in diesem Zusammenhang auf das Präparat zurückgeführt.

Eli Lillys Reaktion

Der Hersteller des Medikaments, das Pharmaunternehmen Eli Lilly, sprach der Familie sein „tiefstes Mitgefühl“ aus. Gleichzeitig verwies das Unternehmen darauf, dass keine abgeschlossenen Untersuchungsergebnisse vorlägen, auf deren Grundlage eine inhaltliche Stellungnahme möglich wäre.

Generell empfehle Eli Lilly, bei auftretenden Nebenwirkungen umgehend ärztliche oder medizinische Fachkräfte zu konsultieren.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen