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Massaker

Acht Kinder erschossen, zwei Frauen angeschossen: Jüngstes Opfer 18 Monate alt

Acht Kinder erschossen, zwei Frauen angeschossen: Jüngstes Opfer 18 Monate alt
FOTO: iStock/Elmar Gubisch
3 Min. Lesezeit |

Acht tote Kinder, ein Täter auf der Flucht – Shreveport erlebt einen Sonntagmorgen, der die Stadt für immer verändern wird.

Am frühen Sonntagmorgen erschütterte eine beispiellose Bluttat die Stadt Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana: Ein Mann eröffnete das Feuer auf mindestens zehn Personen und tötete dabei acht Kinder. Die Polizei war kurz nach sechs Uhr morgens wegen einer häuslichen Auseinandersetzung alarmiert worden – was die Beamten vorfanden, übertraf jedes Vorstellungsvermögen.

Das jüngste der getöteten Kinder war gerade einmal 18 Monate alt, das älteste 14 Jahre. Einige der Opfer sollen laut Polizeiangaben Kinder des Schützen gewesen sein – weitere Details dazu wurden zunächst nicht genannt. Zwei erwachsene Frauen überlebten schwer verletzt, beiden wurde in den Kopf geschossen. Ein Junge, der sich zum Zeitpunkt der Schüsse ebenfalls im Haus befand, sprang laut Berichten des Lokalsenders KTBS vom Dach, um dem Angreifer zu entkommen.

Flucht und Tod

Nach dem Massaker flüchtete der noch namentlich nicht identifizierte Täter, raubte ein Fahrzeug und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Er fuhr zunächst rund 400 Meter weiter zur Harrison Street, zwischen Wallace Avenue und Bernstein Avenue, bevor er in den benachbarten Bossier Parish weiterfuhr – auf der Brompton Lane nahe dem Long Acre Drive. Dort wurde er von Polizeibeamten erschossen.

Das Tatgeschehen erstreckte sich insgesamt über drei verschiedene Orte. Den Ausgangspunkt bildete ein Wohnhaus im 300er-Block der West 79th Street nahe der Linwood Avenue – nur wenige Schritte von einer Baptistenkirche entfernt. Polizeisprecher Christopher Bordelon beschrieb den Tatort als „ziemlich weitläufig“ und erklärte, man gehe davon aus, dass der Verdächtige der einzige Schütze an allen drei Orten gewesen sei. Den Namen des Mannes werde man erst bekanntgeben, sobald die Angehörigen der Opfer informiert seien, so Bordelon weiter.

Reaktionen aus Politik

Shreveports Bürgermeister Tom Arceneaux wandte sich noch am Sonntagvormittag mit sichtlich bewegten Worten an die Öffentlichkeit. „Wir haben eine leidende Gemeinde, wir haben leidende Familien, wir haben leidende Polizeibeamte, Mitarbeiter der Gerichtsmedizin, Feuerwehr und Sheriffs“, sagte er. Den Vorfall bezeichnete Arceneaux als „möglicherweise die schlimmste Tragödie, die Shreveport je erlebt hat“.

Auch aus Washington, D.C. meldete sich Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson zu Wort. „Eine herzzerreißende Tragödie heute Morgen in Shreveport – acht Kinder wurden sinnlos getötet, mehrere weitere verletzt“, schrieb er. Sein Büro stehe in Kontakt mit den örtlichen Behörden. „Wir halten die Opfer, ihre Familien und unsere Gemeinde in Shreveport in dieser unvorstellbar schweren Zeit in unseren Gedanken und Gebeten – und sind dankbar für die rasche Reaktion der Polizei von Shreveport, Bossier und Louisiana.“

Shreveport, rund fünf Autostunden nordwestlich von New Orleans gelegen, gilt als eine der kriminalitätsbelastetsten Städte der Vereinigten Staaten. Laut Daten von Neighborhood Scout wird statistisch gesehen eine von 82 Personen in Shreveport Opfer eines Gewaltverbrechens – im Vergleich dazu liegt der Schnitt im gesamten Bundesstaat Louisiana bei einer von 192 Personen.

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KO KOSMO-Redaktion
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