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Geschwindigkeitskontrollen

Achtung: Das ist die neue Radarfalle!

(FOTO: iStock/ cookelma)

In einer groß angelegten Aktion gegen überhöhte Geschwindigkeit auf den Straßen Oberösterreichs hat die Polizei am Montag fast 500 Anzeigen erstattet. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag auf der B145 in Gmunden, wo Beamte des Bezirkspolizeikommandos, der Landesverkehrsabteilung OÖ und weitere Experten der oberösterreichischen Landesregierung im Einsatz waren.

Der Grund für die Aktion ist alarmierend: „Der Streckenabschnitt gilt als sehr gefährlich, immer wieder gibt es dort Unfallsituationen, deshalb wird der Abschnitt verstärkt kontrolliert“, erklärte eine Sprecherin der Polizei. Die B145, auch bekannt als „Krankenhausberg“, ist normalerweise eine 80er-Zone, wurde jedoch für die Kontrollen abschnittsweise auf 70 km/h und 50 km/h reduziert.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: „Im Jahre 2021 ereigneten sich in Oberösterreich 944 Unfälle mit Personenschäden durch nicht angepasste Geschwindigkeit. Dies entspricht rund 16,2 % des gesamten Unfallgeschehens. Nicht angepasste Geschwindigkeit war im Jahr 2021 somit die dritthäufigste Unfallursache“, so Günther Steinkellner, Landesrat für Infrastruktur und Mobilität.

4.165 Fahrzeuge gemessen

Die Kontrollaktion wurde von einem Radarfahrzeug der LVA OÖ überwacht, das die während der Kontrollzeit aktive Geschwindigkeitsreduktion sicherstellte. Laut Polizeibericht wurden insgesamt 4.165 Fahrzeuge gemessen, wobei 481 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt wurden – das sind mehr als 10 Prozent aller Messungen. Zudem wurden 53 Übertretungen aufgrund technischer Mängel oder Veränderungen an den Fahrzeugen registriert.

Doch nicht nur auf den Autobahnen, auch in den Gemeinden wird die Geschwindigkeit verstärkt kontrolliert. Viele Ortschaften haben ihre 30er-Zonen verschärft überwacht. Aufgrund der hohen Unfallzahlen setzt die Asfinag zudem auf zusätzliche, hochmoderne Geräte auf den Autobahnen.

In Gmunden selbst sorgt das Thema Geschwindigkeit für hitzige Diskussionen. Vor einem Jahr wurden im Ortsgebiet Tempo-40-Limits eingeführt, was bei vielen Autofahrern für Verwirrung und Ärger sorgt.

Ein Bürger hat sogar Beschwerde eingelegt und den Fall vor den Verfassungsgerichtshof gebracht.