Der harmlos wirkende Partytrend hat gefährliche Folgen: Während die Polizei 50 Jugendliche beim Lachgaskonsum erwischt, steigen die Vergiftungsfälle bundesweit dramatisch an.
Polizei entdeckte rund 50 Jugendliche beim Lachgaskonsum. Die Beamten fanden am Einsatzort zahlreiche leere Kartuschen und Ballons vor. Die Substanz wird typischerweise zunächst in Ballons gefüllt und anschließend inhaliert, um einen Rauschzustand zu erreichen. Experten warnen eindringlich: Der vermeintlich harmlose Konsum kann neben vorübergehenden Symptomen wie Schwindel und Halluzinationen bei regelmäßiger Anwendung auch zu dauerhaften Nervenschädigungen führen.
Medizinische Fachleute wie der Toxikologe David Steindl von der Charité betonen: „Ein reines Verbot reicht nicht. Wir brauchen Aufklärung und ein Werbeverbot.“ Besonders problematisch ist die unter Jugendlichen verbreitete Fehleinschätzung, Lachgas sei ungefährlich. Die Folgen können fatal sein: In Frankfurt am Main verursachte ein 23-Jähriger unter Lachgas-Einfluss einen tödlichen Unfall, als er in eine Gruppe von E-Scooter-Fahrern fuhr. In den Niederlanden und Großbritannien, wo bereits Verbote gelten, verzeichnen Behörden ebenfalls steigende Unfallzahlen.