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Jubiläum

Ältester Eissalon Wiens feiert Jubiläum

Ältester Eissalon Wiens feiert Jubiläum
Foto: Screenshot Google Maps
2 Min. Lesezeit |

Ein gescheiterter Holzfäller, eine leere Kasse und Wien als Notlösung – aus dieser Panne wurde Stadtgeschichte.

Was 1885 mit einer erzwungenen Zwischenstation in Wien begann, ist heute ein lebendiges Stück Stadtgeschichte: Der Eissalon am Schwedenplatz begeht an diesem Donnerstag sein 140-jähriges Bestehen.

Arcangelo Molin Pradel stammte aus dem norditalienischen Zoldo-Tal und war ursprünglich als Holzfäller nach Transsilvanien gezogen. Als das Unternehmen, für das er arbeitete, in Konkurs ging, reichte sein Geld für die Heimreise nur bis Wien. In der Kaiserstadt schlug er sich zunächst mit Gelegenheitsarbeiten durch – und kehrte schließlich mit einem klaren Plan zurück: Er wollte als Eismacher nach Wien.

Wiener Gastronomiegeschichte

1886 tat er genau das. Gemeinsam mit einigen Landsleuten aus dem Zoldo-Tal legte er den Grundstein für die erste Eiserzeugung der Familie Molin Pradel. Was folgte, schrieb Wiener Gastronomiegeschichte.

Heute zählt der Betrieb über 100 Eissorten und zieht täglich Einheimische wie Touristen gleichermaßen an. Als ältester Eissalon der Stadt begeht er sein Jubiläum mit einem Programm für alle: Die ersten 100 Gäste erhalten ein Eis gratis – gereicht aus einem historischen Eisfahrrad direkt vor dem Lokal, ganz so wie einst. Von 14 bis 18 Uhr zeigen erfahrene Zoldani-Eismacher (traditionelle Eismacher aus dem Zoldo-Tal) zudem ihr traditionelles Handwerk und demonstrieren, wie Eis und Eiswaffeln bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hergestellt wurden.