Apotheken sollen impfen dürfen – doch nicht alle sind begeistert. Ein gesundheitspolitischer Konflikt nimmt Fahrt auf.
Österreich zählt zu den Ländern mit besonders hoher Impfskepsis – ein Umstand, dem die Regierung nun mit einem konkreten Schritt entgegenwirken will: dem Impfen in Apotheken. Die Durchimpfungsrate für die zweite Dosis Masern liegt bei 84 Prozent, bei Diphtherie, Tetanus und Pertussis erreicht Österreich mit 85 Prozent sogar weniger als der weltweite Durchschnitt von 93 Prozent.
Die Idee ist nicht neu, doch nun soll sie offenbar tatsächlich umgesetzt werden. Bei einem gemeinsamen Pressetermin kündigten die Parteivorsitzenden der Regierungskoalition an, dass ab dem kommenden Jahr auch Apotheken Impfungen anbieten dürfen sollen.
⇢ Regierung plant Impf‑Revolution: Apotheken als mögliche Impforte?
Ärztekammer dagegen
Bislang ist die Verabreichung von Impfstoffen ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Die Ausweitung auf Apotheken soll den Zugang zur Immunisierung erleichtern – doch die Österreichische Ärztekammer lehnt das Vorhaben nach wie vor entschieden ab.