Auf der berüchtigten Hölle-Passage in Garmisch geht ein Fahrer zu Boden – mit dramatischen Folgen für Leib und Leben.
Schwerer Trainingsunfall überschattet die Vorbereitungen auf die Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen: Der finnische Skirennläufer Elian Lehto liegt nach einem heftigen Sturz im Abschlusstraining auf der Intensivstation. Der 25-Jährige verlor im gefürchteten Streckenabschnitt Hölle die Kontrolle, prallte ins Fangnetz und zog sich dabei einem ersten medizinischen Befund zufolge einen Lungenkollaps (Pneumothorax) zu.
Der finnische Nationalmannschaftsarzt Risto Kemppainen gab Entwarnung: Lehto habe Verletzungen im Brustbereich und an den unteren Extremitäten erlitten, die eine stationäre Behandlung erfordern, seien jedoch nicht lebensbedrohlich. Der Athlet ist bei Bewusstsein und kommuniziert normal.
Weitere Stürze
Lehto war nicht der einzige Athlet, der im Training zu Fall kam. Auch der Franzose Nils Alphand und der amtierende Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni stürzten. Franzoni blieb glimpflich davon – er konnte die Strecke aus eigener Kraft zu Ende fahren. Alphand hingegen musste mit Verletzungen an Schulter und Rippen behandelt werden.
Im Ergebnisspiegel der Trainingseinheit fanden sich die österreichischen Starter weit hinten wieder. Stefan Babinsky war als bester ÖSV-Vertreter auf Rang 17 klassiert, dicht gefolgt von Vincent Kriechmayr auf Position 18.