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Ferienwohnungsmarkt

Schluss mit Graumarkt: Ferienwohnungen brauchen bald Registrierung

Schluss mit Graumarkt: Ferienwohnungen brauchen bald Registrierung
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2 Min. Lesezeit |

Kroatien greift durch: Wer ohne Registrierung vermietet, soll bald von Airbnb & Co. verschwinden.

Kroatien plant eine umfassende Neugestaltung seines Gastgewerberechts, um dem weitgehend unkontrollierten Markt für kurzfristige Ferienvermietungen entgegenzuwirken. Auslöser sind seit Längerem bekannte Missstände: Nicht angemeldete Vermietungen entziehen dem Staat Steuereinnahmen, verzerren die Mietpreissituation vor Ort und belasten Gemeinden, die ohnehin unter hohem touristischem Druck stehen. Das Land reiht sich damit in eine wachsende Zahl europäischer Reiseziele ein, die den Ferienwohnungsmarkt transparenter gestalten wollen.

Tourismus- und Sportminister Tonci Glavina hat angekündigt, einen entsprechenden Gesetzentwurf noch bis Mai ins Parlament einzubringen. Im Mittelpunkt steht dabei die Absicht, Angebote ohne gültige Registrierung oder Zulassung von Plattformen wie Airbnb oder Booking.com zu verdrängen. Künftig soll eine Listung auf solchen Portalen nur noch möglich sein, wenn die Unterkunft über eine eindeutige Identifikationsnummer verfügt.

Kroatiens Kontrollpläne

Diese wird direkt an das kroatische Steuerregister gekoppelt, wodurch Behörden nahezu in Echtzeit nachvollziehen können, welche Objekte rechtmäßig vermietet werden. Glavina zufolge verfolgt das neue Regelwerk ein doppeltes Ziel: Neben der Eindämmung des Schwarzmarkts soll es auch gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen klassischen Beherbergungsbetrieben und privaten Anbietern herstellen. Darüber hinaus sollen kommunale Kontrolleure, Zollbehörden und staatliche Inspektorate mit erweiterten Befugnissen ausgestattet werden, um Verstöße konsequenter ahnden zu können.

Wiens lokale Maßnahmen

Auch in Österreich ist die Regulierung von Kurzzeitvermietungen ein wiederkehrendes politisches Thema. In Wien hat die Zahl privater Ferienwohnungen in stark frequentierten Bezirken in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, was Mieterinnen und Mietern sowie Wohnungssuchenden zufolge die Verfügbarkeit leistbaren Wohnraums weiter einschränkt. Die Wiener Behörden haben bereits Registrierungs- und Meldepflichten für Plattformanbieter eingeführt, um Missbrauch einzudämmen.

Diese Regelungen stehen im Einklang mit Bestrebungen auf EU-Ebene, die auf mehr Transparenz, Sicherheit und ordnungsgemäße Besteuerung im Bereich kurzfristiger Vermietungen abzielen. Während Kroatien mit einem nationalen Gesetzespaket gegen den sogenannten Graumarkt vorgeht, setzen Wiener Bezirke verstärkt auf lokale Kontrollinstrumente, digitale Meldeportale und Sanktionen, um touristischen Nutzen und Wohnraumschutz in Einklang zu bringen.

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KO KOSMO-Redaktion
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