Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Vulkanausbruch

Ätna spuckt Asche – Auswirkungen reichen von Wien bis Belgrad

Ätna spuckt Asche – Auswirkungen reichen von Wien bis Belgrad
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ätna legt Catania lahm: Auswirkungen reichen bis Wien und Belgrad

Vulkanasche über Sizilien bringt den Flugverkehr erneut durcheinander – und die Folgen bekommen inzwischen auch Reisende aus Österreich und Serbien zu spüren.

Der Ätna sorgt am Montag erneut für erhebliche Einschränkungen am Flughafen Catania. Wegen Vulkanasche im Luftraum über dem Osten Siziliens wurden ankommende Flüge bis vorerst 17 Uhr Ortszeit ausgesetzt. Der Flughafenbetreiber SAC rief Passagiere dazu auf, den Status ihrer Verbindung unmittelbar bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen, bevor sie sich auf den Weg zum Flughafen machen.

Hintergrund ist eine neue Phase erhöhter Aktivität des Ätna. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie hält die eruptive Tätigkeit an mehreren Stellen des Vulkans an. Für den Flugverkehr besonders relevant: Die Luftfahrt-Warnstufe VONA steht weiterhin auf Rot – der höchsten Stufe. Vulkanasche kann für Flugzeugtriebwerke und andere technische Systeme gefährlich werden.

Auch Wien betroffen

Die Auswirkungen reichen bis nach Österreich. Austrian Airlines verbindet Wien direkt mit Catania. Der für Montag angesetzte Flug OS579 von Wien nach Catania startete nach aktuellen Flugdaten um 12.08 Uhr – nur wenige Minuten nach der ursprünglich geplanten Abflugzeit um 12 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt galt in Catania allerdings weiterhin die angekündigte Einschränkung für ankommende Maschinen.

Damit bleibt die Situation für Reisende dynamisch: Ob einzelne Maschinen Catania wie geplant anfliegen können, verspätet landen oder gegebenenfalls auf andere Flughäfen ausweichen müssen, hängt von der weiteren Entwicklung der Vulkanaktivität und den kurzfristigen Entscheidungen der Behörden und Fluggesellschaften ab. Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Ätna Verbindungen zwischen Wien und Sizilien beeinträchtigt.

Air Serbia reagiert

Auch in Serbien hat die Situation direkte Folgen. Air Serbia teilte mit, die für Montag vorgesehenen Flüge JU438 von Belgrad nach Catania und JU439 von Catania nach Belgrad vorübergehend zu verschieben. Wann die Verbindungen tatsächlich durchgeführt werden können, hängt laut Fluggesellschaft von der weiteren Entwicklung am Flughafen Catania sowie von der möglichen Verfügbarkeit alternativer Flughäfen ab.

Air Serbia steht nach eigenen Angaben in laufendem Kontakt mit den Verantwortlichen auf Sizilien. Sobald ein sicherer Flugbetrieb möglich ist, sollen die Verbindungen entsprechend neu organisiert werden. Passagiere wurden aufgefordert, aktuelle Informationen über die Website und die Kanäle der Fluggesellschaft zu verfolgen.

Keine Sperren in Österreich oder am Balkan

Wichtig ist dabei die geografische Einordnung: Weder der Flughafen Wien noch der Flughafen Belgrad selbst sind wegen Vulkanasche gesperrt. Die aktuellen Probleme entstehen durch die Einschränkungen am Zielort Catania. Auch für Flughäfen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina liegen derzeit keine Meldungen über vergleichbare vulkanbedingte Sperren vor.

Von einer großflächigen Beeinträchtigung des Flugverkehrs über Österreich oder dem Westbalkan kann daher derzeit nicht gesprochen werden. Besonders betroffen sind vielmehr Passagiere mit direkten oder indirekten Verbindungen nach Catania.

Lage kann sich kurzfristig ändern

Wie lange die Einschränkungen dauern, ist derzeit offen. Der Flughafen Catania erklärte, die Situation werde laufend beobachtet und weitere Entscheidungen würden von der Entwicklung der Vulkanaktivität sowie den Wetterbedingungen abhängen. Reisende mit Flügen von oder nach Catania sollten deshalb unmittelbar vor der Abfahrt zum Flughafen ihren aktuellen Flugstatus kontrollieren.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen