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Stromkosten

AK schlägt Alarm: Diese Änderung könnte Stromkunden teuer kommen

AK schlägt Alarm: Diese Änderung könnte Stromkunden teuer kommen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Die Arbeiterkammer schlägt Alarm: Geplante Befreiungen von Stromnetzentgelten für Speicher könnten die finanzielle Last auf Haushalte und andere Netznutzer verlagern – mit spürbaren Konsequenzen für die Stromrechnung.

Wie die Arbeiterkammer warnt, könnte eine vollständige Befreiung von insgesamt fünf Gigawatt Stromspeichern von den Netzentgelten die übrigen Netznutzer mit mehr als 350 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich belasten. Das entspricht laut AK rund zehn Prozent der gesamten österreichischen Netzkosten. Bereits heute würden die übrigen Netznutzer aufgrund bestehender Befreiungen und Vergünstigungen für Pumpspeicherkraftwerke jährlich mehr als 60 Millionen Euro zusätzlich tragen.

Lobbying & Kosten

Die E-Control hat im Zuge der geplanten Reform bereits Vorschläge für die künftige Behandlung von Stromspeichern vorgelegt. Eine vollständige Befreiung von Netzentgelten soll demnach nur unter engen Voraussetzungen möglich sein, etwa wenn ein Speicher durch seinen Standort und seine Betriebsweise tatsächlich zur Entlastung des Netzes beiträgt. Daneben sind Rabatte für flexible Netzanschlüsse und eine flexible Stromabnahme vorgesehen. Die Arbeiterkammer spricht sich dafür aus, diese Kriterien nicht weiter aufzuweichen.

Nach Darstellung der Arbeiterkammer drängen sowohl Vertreter der Speicherbranche als auch das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus auf weitergehende Rabatte und Befreiungen bei den Netzentgelten. Werden bestimmte Netzteilnehmer von Entgelten befreit, müssen die dadurch fehlenden Einnahmen grundsätzlich von den übrigen Netznutzern mitgetragen werden, sofern die anerkannten Netzkosten unverändert bleiben. AK-Energieexperte Joel Tölgyes warnt deshalb: „Wer Speicher von Netzentgelten befreien will, muss auch sagen, wer am Ende die Rechnung bezahlen muss.“

Europäische Verflechtung

Stromspeicher können einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, etwa indem sie Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Verbrauch ausgleichen. Ob und in welchem Ausmaß zusätzliche Speicher jedoch tatsächlich die Strompreise und Netzkosten senken, lässt sich laut Arbeiterkammer derzeit nur schwer abschätzen. Weil Österreich eng in den europäischen Strommarkt eingebunden ist, warnt die AK zudem davor, dass heimisch finanzierte Vergünstigungen auch Marktteilnehmern außerhalb Österreichs zugutekommen könnten, während ein Teil der Finanzierung bei österreichischen Netzkunden verbleibt. Sie fordert deshalb eine möglichst faire Verteilung der Netzkosten auf alle Nutzer.

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KO KOSMO-Redaktion
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