Vier infizierte Schwäne in Enns lösen Alarm bei Österreichs Geflügelbauern aus. Die Vogelgrippe bedroht kurz vor Weihnachten die Eierversorgung.
Nachdem vier Schwäne in Enns positiv auf das Vogelgrippevirus getestet wurden, befinden sich Oberösterreichs rund 1.300 Geflügelbauern in höchster Alarmbereitschaft. Die Bestätigung des Virus auf österreichischem Boden folgt auf die bereits angespannte Situation im benachbarten Deutschland. Mit besonderer Sorge verfolgen Eierproduzenten die Entwicklung, da ein umfassenderer Ausbruch der Geflügelpest kurz vor den Weihnachtsfeiertagen erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
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Der Kremsmünsterer Unternehmer Manfred Sollradl schildert die Dimension des Problems im ORF-Gespräch: „Wir verpacken in einer Woche rund drei Millionen Eier für unsere Kunden.“ Dahinter stehen 180 Betriebe mit Freilandhühnern. Sollte es zu einem größeren Ausbruch in Österreich oder Europa kommen, wird das Angebot knapp.“ Sollradl prognostiziert bei einem flächendeckenden Ausfall Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent.
Hygienemaßnahmen entscheidend
Aktuell besteht für Menschen keine Gefährdung durch das Virus. Dennoch sind nun konsequente Hygienemaßnahmen erforderlich, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Michael Wockinger von der Landwirtschaftskammer unterstreicht die Dringlichkeit: „Hygiene ist das Gebot der Stunde. Beim Spaziergang an Flüssen oder Gewässern unbedingt Schuhe reinigen.“
Eine verpflichtende Stallhaltung wurde bislang nicht angeordnet, könnte jedoch in Kürze folgen. Die Landwirtschaftskammer erwartet, dass das Gesundheitsministerium bereits in der kommenden Woche erste Maßnahmen zur Eindämmung des Virus einleiten wird.
Drohende Konsequenzen
Die Nervosität in der Geflügelbranche wächst, denn ein unkontrollierter Ausbruch der Vogelgrippe könnte nicht nur die Versorgungssicherheit bei Eiern gefährden, sondern auch zu spürbaren Preisanstiegen im Handel führen. Die drohende Ausbreitung des Virus von Deutschland nach Österreich geht mit Warnungen vor einer „katastrophalen Mutation“ einher.
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Um die Verbreitung zu stoppen, müssen insgesamt 130.000 Tiere getötet werden.