Ein sieben Tage altes Baby, eine falsche Krankenschwester – und ein Fund, der Lüdenscheid in Atem hält.
In der nordrhein-westfälischen Stadt Lüdenscheid hat eine unbekannte Frau ein Neugeborenes aus einem Krankenhaus entwendet. Die Polizei wertet den Vorfall als Kindesentziehung. Das Klinikpersonal erstattete in der Zwischenzeit eine Vermisstenanzeige.
Aus dieser Anzeige geht hervor, dass sich die Unbekannte als Krankenhauspersonal ausgegeben hatte und das Neugeborene unter einem Vorwand an sich brachte. Sie war dabei mit einem hellblauen Kittel bekleidet. Deutschen Medienberichten zufolge holte sie den Säugling am Samstag unter diesem Vorwand aus seinem Zimmer.
Säugling gefunden
Gefunden wurde der Bub schließlich in einem Nebenraum eines Parkhauses in Lüdenscheid. Wie das Portal come-on.de am Samstagabend berichtete, entdeckte eine Familie den nackten Säugling auf einer Stufe. Die Familie alarmierte die Polizei, die rasch vor Ort eintraf.
Rettungskräfte untersuchten den Buben und brachten ihn anschließend zurück ins Krankenhaus. Das sieben Tage alte Kind blieb äußerlich unverletzt und befinde sich den Angaben zufolge in gutem Zustand.
Fahndung läuft
Zur Spurensicherung sperrte die Polizei Teile des Parkhauses ab. Unter anderem werden Aufnahmen der Überwachungskameras ausgewertet. Zu den genauen Hintergründen der Tat lagen am späten Samstagabend noch keine Erkenntnisse vor.
Die Behörden fahnden nun nach einer Frau im geschätzten Alter zwischen Mitte 20 und Anfang 30. Personen, die die Unbekannte beim Verlassen des Krankenhauses oder in der Lüdenscheider Innenstadt beobachtet haben könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.