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CORONAVIRUS

Ampelfarbe „gelb“ in Wien: Was bedeutet das für den Schulstart am Montag?

Symbolbilder (FOTOS: iStockphotos)

Ab heute gilt in ganz Österreich die Corona-Ampel. Einige Bundesländer, darunter Wien, starten bereits mit der Farbe „gelb“ in den Corona-Ampelbetrieb. Dies hat auch Konsequenzen für den Schulstart am kommenden Montag.

Das langerwartete Ampelsystem für transparentere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz der Bundesregierung vorgestellt. Bereits vorab wurde jedoch bekannt, dass nicht alle Bundesländer von Beginn an auf „grün“ geschalten sein werden. Gleich 3 Großstädte, nämlich Wien, Graz und Linz, erhielten die Ampelfarbe „gelb“ (KOSMO berichtete).

Doch was bedeutet das für die tausenden Schülerinnen und Schüler, die ab Montag im Osten Österreichs wieder in die Schule müssen?
Bereits vor zweieinhalb Wochen präsentierte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) die geplanten Corona-Maßnahmen für Schulen je nach Warnstufe. Konkret waren folgende Schritte vorgesehen:  

Cov-Ampel an Schulen
Geplante Maßnahmen nach Warnstufe
 
GRÜN – Normalbetrieb mit Hygienevorkehrungen
Steht die Ampel auf „grün“, soll es an den Schulen weitestgehend Normalbetrieb geben. Es gelte überall, Vorbereitungen zu treffen, indem etwa ein Krisenteam eingerichtet wird.
GELB – Verstärkte Hygienebestimmungen
Bei der Ampel-Warnstufe Gelb müssen alle außerhalb der Klassenräume einen MNS tragen, sowohl schulfremde Personen, als auch Kinder innerhalb der Klassen. Singen und Sport ist in solchen Regionen nur noch im Freien oder mit MNS erlaubt. Kontakt-sportarten werden untersagt. Mögliche Schließung einzelner Klassen/Schulen ab 5. Schulstufe.
ORANGE – gleiche Bestimmungen wie bei „Gelb“ und zusätzlich:
Bei Ampel-Warnstufe Orange werden sämtliche Exkursionen ausgesetzt, Lehrerkonferenzen finden nur noch online statt. Singen nicht in geschlossenen Räumen gestattet. In der Oberstufe wird hier bereits Distance Learning oder Unterricht in Kleingruppen ab 9. Schulstufe möglich.
ROT – Notfallbetrieb mit Überbrückungsangeboten
Ein erneutes Umstellen auf Heimunterricht bei regionaler Zunahme an Covid-19-Infektionen an Österreichs Schulen wird es erst ab der Corona-Ampelfarbe „rot“ geben. Ein Notbetrieb an den Schulen für jene, die ihn brauchen, soll gewährleistet bleiben. Im Kindergarten-Bereich gibt es bei Stufe „rot“ u.a. keine Durchmischung der Gruppen. Kindern im verpflichtenden letzten Kindergartenjahr ist dann das Fernbleiben gestattet.

Welche Maßnahmen gelten ab Montag also konkret in den Wiener Schulen?
Die Veränderungen im Schulalltag, die eine gelbe Ampelschaltung mit sich bringt, werde Bildungsminister Heinz Faßmann noch genauer kommunizieren, hieß es während der Pressekonferenz. Einige Punkte seien jedoch jetzt schon sicher.

Ab Montag gilt für Kindergärten, Volksschulen und alle weiteren Schulen in den betroffenen Gebieten mit gelber Ampel folgendes:

  • Maskenpflicht am Weg in die Schule und ins Klassenzimmer, aber nicht im Unterricht
  • Maskenpflicht bei schulfremden Personen (Eltern sind nicht schulfremd)
  • Sport vorwiegend im Freien, in Turnhallen nur mit speziellen Auflagen
  • Singen nur im Freien oder mit Mund-Nasen-Schutz
  • Weitere Aktivitäten, vor allem im Kindergarten, bestmöglich ins Freie verlegen

Doch nicht nur in den Schulen hat die Corona-Ampelfarbe „gelb“ Einfluss auf den Alltag. Auch in anderen Bereichen werden verschärfte Maßnahmen gesetzt, wie die Regierung in ihrer Pressekonferenz am Freitagvormittag verkündete.