Für Marko Arnautovic beginnt bei Roter Stern Belgrad ein neues Kapitel mit einem vertrauten Gesicht an der Seitenlinie. Dejan Stankovic kehrt offiziell auf die Trainerbank der „Crveno-beli“ (Rot-Weißen) zurück und übernimmt erneut das Ruder beim serbischen Traditionsklub.
Für den österreichischen Nationalstürmer bedeutet dies ein Wiedersehen mit einem alten Weggefährten aus gemeinsamen Zeiten. Beide verbindet die Vergangenheit bei Inter Mailand: Stankovic prägte den Verein von 2004 bis zu seinem Karriereende 2013 als Leistungsträger und Champions-League-Triumphator, während Arnautovic in der Saison 2009/10 als aufstrebender Angreifer seine ersten Schritte in der Serie A machte. Nun kreuzen sich ihre Pfade erneut – diesmal in neuen Rollen.
Der 47-jährige Stankovic tritt die Nachfolge von Vladan Milojevic an und bindet sich mit einem Vertrag bis 2028 langfristig an den Klub. Bei seiner Präsentation ließ der neue Chefcoach keinen Zweifel aufkommen: Wenn Roter Stern anklopft, gibt es kein langes Zögern. Mit dieser Personalie setzt der Verein bewusst auf bewährte Qualität. Schließlich führte Stankovic den Klub bereits zwischen 2019 und 2022 zu drei Meistertiteln und zwei Pokalsiegen, bevor er bei Sampdoria Genua, Ferencváros Budapest und zuletzt Spartak Moskau weitere Erfahrungen sammelte.
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Gemeinsame Geschichte
Die Wege von Arnautovic und Stankovic kreuzten sich nach ihrer gemeinsamen Zeit in Mailand auch in der italienischen Liga wieder. Als der ÖFB-Stürmer das Trikot des FC Bologna trug, stand Stankovic bei Sampdoria an der Seitenlinie. Über all die Jahre blieb der Kontakt zwischen beiden bestehen. Eine besondere Verbindung eint sie zudem durch ihre Beziehung zu Sinisa Mihajlovic. Der 2022 verstorbene Serbe spielte für Arnautovic als Mentor und wichtige Bezugsperson während seiner Zeit in Bologna eine prägende Rolle, während er für Stankovic sogar als Trauzeuge fungierte – ein emotionales Band, das weit über den Fußballplatz hinausreicht.
Neue Perspektiven
Der Trainerwechsel könnte für Arnautovic zum Schlüsselfaktor werden. Stankovic gilt als emotionaler Führungsspieler, der klare Hierarchien, Trainingsintensität und unbedingten Siegeswillen fordert – Eigenschaften, die dem Temperament des österreichischen Angreifers entgegenkommen dürften. Vereinsboss Zvezdan Terzic formulierte die Erwartungen unmissverständlich: Meisterschaft und Pokal sind Pflichtaufgaben.
Roter Stern setzt somit auf Vertrautheit, Erfahrung und Charakterstärke – und Arnautovic bekommt mit Stankovic einen Coach an die Seite, der seine Vita kennt und weiß, wie man starke Persönlichkeiten zum Erfolg führt.