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ALARMIEREND?

Asteroid kommt der Erde gefährlich näher als der Mond!

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Wissenschafter haben schon Tausende Asteroiden in der Nähe der Erde identifiziert. (FOTO: iStock/solarseven)

In einem bemerkenswerten Himmelsereignis, das Astronomen und Weltraumbegeisterte gleichermaßen in Staunen versetzte, rückte ein Asteroid am vergangenen Wochenende der Erde gefährlich nahe – näher als unser ständiger himmlischer Begleiter, der Mond. Der Asteroid, offiziell benannt als 2024 MK, wurde zu einem Highlight in astronomischen Kreisen, vor allem aufgrund der kurzen Vorwarnzeit. Forscher hatten den Himmelskörper erst zwei Wochen zuvor auf der kosmischen Bildfläche ausgemacht. Mit einer Größe, die zwischen 120 und 260 Metern geschätzt wird, sorgte 2024 MK für Gesprächsstoff.

2024 MK reiht sich in die Liste von rund 25.000 erdnahen kleinen Asteroiden ein, von denen nach Angaben der NASA bisher nur 40 Prozent identifiziert wurden. Die Entdeckung und Kategorisierung dieser Objekte bleibt eine ständige Herausforderung für Astronomen weltweit. Obwohl solche nahen Vorbeiflüge von Asteroiden selten direkte Bedrohungen für die Erde darstellen, unterstreicht ihre Präsenz die Bedeutung von Frühwarnsystemen, um die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags einschätzen zu können.

Riskante Begegnung

Obwohl 2024 MK keine unmittelbare Gefahr darstellte, kam er der Erde mit einer Distanz von etwa 290.000 Kilometern – näher als der Mond, der uns in einer Entfernung von 384.000 Kilometern umkreist – dennoch gefährlich nahe. Dieses Ereignis zog vor allem wegen seiner Seltenheit große Aufmerksamkeit auf sich. Richard Moissl, Leiter der Asteroidenabwehr bei der ESA, erklärt: „Die Entdeckung eines so großen Asteroiden, der uns so nahe kommt, ist eine Seltenheit, doch glücklicherweise bestand keine Einschlaggefahr.“ Durch solche Ereignisse wird die fortlaufende Forschung und Entwicklung in der planetaren Verteidigung immer relevanter, um mögliche zukünftige Bedrohungen frühzeitig erkennen und abwehren zu können.

Die enge Begegnung ereignete sich zwischen 00:35 und 00:38 Uhr MESZ am 29. Juni und bewies die Effektivität der derzeitigen Überwachungssysteme sowie die Fähigkeit der Astronomie, unerwartete Besucher im All rechtzeitig zu erkennen. Ereignisse dieser Art, bei denen kleine Asteroiden in der Nähe der Erde vorbeifliegen oder einschlagen, ereignen sich Schätzungen zufolge durchschnittlich alle 20.000 Jahre, ein weiteres Zeugnis für die dynamische Natur unseres Sonnensystems und die Notwendigkeit einer fortwährenden Wachsamkeit.