Auf wirtschaftlichem Erholungskurs: Serbien könnte bald Teil der EU werden

EU-VERHANDLUNGEN

Auf wirtschaftlichem Erholungskurs: Serbien könnte bald Teil der EU werden

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Serbien scheint sich, unter dem Präsidenten, Aleksandar Vučić, wirtschaftlich erholt zu haben. (Foto: zVg.)

Der EU-Beitritt Serbiens rückt immer näher. Unter dem Präsidenten Aleksandar Vučić und der starken Wirtschaft des Landes sind die Voraussetzungen günstig. Damit dies bald erfolgen kann, muss das Balkan-Land drei Bedingungen erfüllen.

Serbien entwickelt sich sowohl politisch, als auch wirtschaftlich positiv. Nach schwierigen Phasen schaffte das Balkan-Land, unter Präsident Aleksandar Vučić und der Ministerpräsidentin, Ana Brnabić, einen Weg zur wirtschaftlichen Erholung. Auch der Rückgang des BIP von 2014 sei überstanden, berichtet „Handelsblatt“.

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Heuer wurde ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent erzielt. Für das kommende Jahr wären gar 3,5 Prozent möglich. Ausländische Investoren aus der Türkei oder Deutschland zeigen sich zufrieden mit Serbien als Wirtschaftspartner. Sollten drei Voraussetzungen erfüllt werden, steht einem EU-Betritt nichts im Wege. Wenn die Eindämmung der Korruption, die Modernisierung der Infrastruktur, sowie der Abbau von ethnischen Spannungen vorangetrieben werden, steht Serbien die europäische Tür offen.

Serbien hält sich alle Türen offen

Vučić verpflichtete sich in seinem Programm diese Punkte umzusetzen. Als Sprecher von Slobodan Milošević arbeitete sich Aleksandar Vučić zum ernstzunehmenden Staatschef. Er reist viel und verhandelt sowohl mit der Türkei, Russland, China und auch der EU. Somit hält er sich alle Optionen offen und baut wirtschaftliche Beziehungen in alle Himmelsrichtungen auf.

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Beim EU-Westbalkan-Gipfel am Mittwochabend in Sofia werden keine Gespräche über die Erweiterung der Union geführt, sondern über Infrastrukturprojekte. Ein informelles Abendessen der EU-Staats- und Regierungschefs mit den Vertretern aus Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien und Kosovo sei ebenso geplant. Nach wie vor gibt es Streit über das Kosovo, dass 2008 die Unabhängigkeit von Serbien erlangte. Dies erschwert die Umstände der Verhandlungen mit der EU.

Die nächste Erweiterungsrunde der EU soll 2025 erfolgen. Ob dies auch tatsächlich erfolgen wird, hängt von den Fortschritten der jeweiligen Länder ab. Derzeit führt die EU lediglich mit Serbien und Montenegro Verhandlungen um einen Beitritt zur Union.