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Festnahmen

Bankkunden verfolgt: Fünf Frauen bei Diebstahlversuch gefasst

Bankkunden verfolgt: Fünf Frauen bei Diebstahlversuch gefasst
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Mit Geduld und Präzision verfolgten sie ihre Opfer nach Bankbesuchen. Nun klickten für fünf Frauen in Wien die Handschellen – mitten beim versuchten Beutezug.

Nach einem entscheidenden Hinweis an die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) gelang es den Ermittlern, fünf mutmaßliche Täterinnen in Wien festzunehmen. Die Frauen, deren Alter zwischen 18 und 57 Jahren liegt und die aus den Niederlanden sowie Bosnien und Herzegowina stammen, werden verdächtigt, systematisch sogenannte Bankanschlussdelikte (Diebstähle, bei denen Opfer nach Geldabhebungen verfolgt werden) verübt zu haben. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen laufender Ermittlungen des Landeskriminalamts Salzburg.

Am 12. Mai führten Beamte der EGS eine Observation der Verdächtigen durch. Den Ermittlungen zufolge hatten die Frauen gezielt Personen beobachtet, die nach Geldabhebungen Bankfilialen verließen. In einigen Fällen sollen die Verdächtigen ihre potenziellen Opfer über mehrere Stunden verfolgt haben. Die Gruppe agierte dabei arbeitsteilig und koordiniert.

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Zugriff in Meidling

Der Zugriff erfolgte schließlich in der Niederhofstraße in Wien-Meidling, als die Frauen versuchten, einer Kundin beim Einsteigen in einen Linienbus das kurz zuvor abgehobene Bargeld zu stehlen. Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft Wien wurden drei der fünf Tatverdächtigen in eine Justizanstalt eingeliefert. Gegen eine 44-jährige Verdächtige bestand bereits eine Festnahmeanordnung wegen ähnlicher Straftaten.

Die 18-jährige sowie die 57-jährige Tatverdächtige wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Die Außenstelle Süd des Landeskriminalamts Wien hat die weiteren Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

Anstieg bei Bankanschlussdelikten

Der Fall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein: Laut Daten des Bundeskriminalamts haben Bankanschlussdelikte in Österreich im ersten Quartal 2025 um 23 Prozent zugenommen. Wien stellt mit 42 registrierten Fällen einen Hotspot dieser Kriminalitätsform dar. Die Ermittler der EGS haben seit Januar dieses Jahres bereits 14 organisierte Tätergruppen identifiziert, die nach einem ähnlichen Muster vorgehen und dabei besonders ältere Personen nach Bankbesuchen ins Visier nehmen.

Als Reaktion führt die Wiener Polizei seit März gemeinsam mit Geldinstituten spezielle Schulungen für Bankmitarbeiter durch. Diese sollen dazu beitragen, verdächtiges Ausspähen von Kunden frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig die Behörden zu alarmieren. Experten empfehlen Bankkunden, besonders bei größeren Abhebungen, nach Möglichkeit in Begleitung zu erscheinen und auf auffällige Personen im Bankumfeld zu achten.

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KO KOSMO-Redaktion
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