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BiH setzt politische Schritte für Diaspora und gegen Abwanderung

Bei einer Ministerratssitzung wurde der Beschluss für die Zusammenarbeit mit der bosnischen Diaspora erbracht. (Foto: zVg.)

Der Ministerrat von Bosnien-Herzegowina hat eine neue Politik bezüglich der Diaspora eingeschlagen. Dies ist der erste Schritt zur Institutionalisierung zwischen dem bosnischen Ministerium und der steigenden Auswanderung.

Diese Maßnahmen seien ein Zeichen und Ausdruck der bosnischen Politik für eine langfristige Zusammenarbeit mit der Diaspora, die international verstreut ist. Bei einer Sitzung des Ministerrats wurden die Grundsätze der künftigen Institutionen festgelegt. Dabei werden drei Ziele, wie die Entwicklung des Rechtssystems und der institutionellen Kapazitäten, sowie die Schaffung von Voraussetzungen für bessere Kooperationen hinsichtlich der Abwanderung, verfolgt.

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Der Nationalrat hat die Kooperation zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina beschlossen. Jährlich sollen 90.000 Euro in den Austausch der beiden Länder fließen.

 

Laut dem bosnischen Ministerium leben über zwei Millionen Menschen aus Bosnien-Herzegowina außerhalb des Landes, ohne die „Alt-Migranten“. Das sind überwiegend höher gebildete Personen, die sowohl das Know How als auch einen wirtschaftlichen Beitrag für ihre Heimat leisten könnten. Als wichtigsten Faktor möchte der Ministerrat die lokalen Gemeinschaften heran ziehen und sich ihrer Problematik der Abwanderung annehmen. Geplant sind Listen von Investitionsprojekten, die der Diaspora zur Verfügung stehen sollen. Damit möchte man Bedingungen schaffen, die der wirtschaftlichen Entwicklung des Heimatlandes dienen sollen. Des Weiteren sollen bürokratische Barrieren reduziert werden, sowie die Abwanderung durch verschiedene Programme gemindert werden.

Mit dieser Politik möchte Bosnien-Herzegowina eine Botschaft an die Diaspora entsenden, dass sie nicht auf die Menschen, die außerhalb der Landesgrenzen leben, vergessen haben. Die Ministerin für Menschenrechte und Flüchtlingsfragen, Semiha Borovac, kündigte an, dass eine Strategie und ein Aktionsplan für die Zusammenarbeit mit der Diaspora konkretisiert werden. Dadurch sollen sowohl die Diaspora als auch die bosnisch-herzegowinische Bevölkerung profitieren.