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Hitzerekord

Bis zu 40 Grad: Abkühlung erst Ende der Woche

Bis zu 40 Grad: Abkühlung erst Ende der Woche
Foto: iStock
4 Min. Lesezeit |

Die aktuelle Hitzewelle in Österreich nähert sich ihrem Scheitelpunkt. Unter dem Einfluss eines ausgeprägten Hochdrucksystems und heranströmender subtropischer Warmluft herrschen derzeit im Osten des Landes extreme Temperaturbedingungen. Die Vorhersageabteilung der GeoSphere Austria erwartet den absoluten Hitzehöhepunkt für Dienstag und Mittwoch – und schließt nicht aus, dass der österreichische Allzeitrekord von 40,5 Grad, gemessen 2013 in Bad Deutsch-Altenburg, dabei gebrochen werden könnte.

Für Wien, das Weinviertel, das Nordburgenland einschließlich des Seewinkels, das Wiener Becken sowie St. Pölten gilt an Dienstag und Mittwoch die höchste Warnstufe – die rote Hitzewarnung. Mitentscheidend für diese Einstufung ist das weitgehende Ausbleiben nächtlicher Abkühlung: In städtischen Ballungsräumen werden die Tiefstwerte zwischen 24 und 27 Grad erwartet, auch im ländlichen Umland sind Nachttemperaturen von 23 Grad und mehr möglich.

Empfehlungen der Experten

Die GeoSphere Austria richtet deshalb einen dringlichen Appell an die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten. Empfohlen wird, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden und insbesondere Kinder vor der Sonne zu schützen, stark versiegelte und schattenlose Flächen zu meiden sowie den Aufenthalt im Freien während der heißesten Tageszeit zwischen etwa 12 und 16 Uhr zu vermeiden. Vorhänge und Jalousien sollten tagsüber geschlossen, Fenster bevorzugt nachts oder in den frühen Morgenstunden geöffnet werden.

Körperliche Anstrengungen sind auf die kühlen Morgenstunden oder den Abend zu verlagern. Darüber hinaus wird empfohlen, luftige und helle Kleidung sowie eine Kopfbedeckung zu tragen, kühle Duschen oder Arm- und Fußbäder zu nehmen, ausreichend zu trinken – mindestens zwei bis drei Liter täglich, vorzugsweise Wasser, ungesüßten Tee oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte – sowie besonders auf die Flüssigkeitsversorgung älterer Menschen und Kinder zu achten. Leichte Kost ist zu bevorzugen, Alkohol zu meiden.

„Es wird empfohlen auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten sowie unnötige Anstrengungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden. Suchen Sie schattige und gekühlte Orte auf. Achten Sie besonders auf Kinder und vulnerable Personen in ihrer Nähe“, warnen die Experten der GeoSphere Austria. Anhaltende Hitzeeinwirkung kann zu erhöhter Körpertemperatur, Erschöpfung und Schwäche führen – in schweren Fällen auch zu Schwindel und Verwirrtheit. Als häufige Ursache gilt dabei Dehydrierung.

Wetteraussichten

Dienstag: Die Sonne scheint vielerorts den ganzen Tag, die Temperaturen steigen auf sehr hohe, im Osten auf extreme Werte. Einzig im Bergland, vor allem in der Landesmitte, sind am Nachmittag einzelne Schauer und Gewitter möglich. Abseits von Gewittern weht der Wind schwach bis mäßig aus Südost bis Südwest. Die Frühtemperaturen liegen zwischen 16 und 25 Grad, die Tageshöchstwerte zwischen 33 und 40 Grad – die höchsten Werte werden im Osten erwartet.

Mittwoch: Das sonnige und heiße Wetter hält an, die Atmosphäre zeigt sich jedoch labiler als in den Vortagen. Im Westen sind bereits am Vormittag erste Regenschauer möglich, im Tagesverlauf nimmt die Schauer- und Gewitterneigung über Berg- und Hügelland deutlich zu. Vereinzelte Gewitterzellen können auch das Flachland erreichen. Der Wind weht abseits von Gewitterböen überwiegend schwach, im nördlichen Alpenvorland und im Osten teils mäßig aus West. Frühtemperaturen zwischen 14 und 27 Grad, Tageshöchstwerte zwischen 31 und 40 Grad – auch an diesem Tag bleibt der Osten die heißeste Region.

Donnerstag: In der schwülheißen und labilen Luftmasse bilden sich im Tagesverlauf rasch Quellwolken, aus denen im Bergland verbreitet Schauer und Gewitter entstehen. Am Nachmittag und gegen Abend können Gewitterzellen zunehmend auch über das Flachland ziehen. Am trockensten bleibt es voraussichtlich im Südosten. Der Wind weht abseits von Gewitterböen schwach bis mäßig aus West. Frühtemperaturen 16 bis 26 Grad, Tageshöchstwerte 30 bis 39 Grad, im Osten weiterhin am wärmsten.

Freitag: Eine Störungszone zieht quer über Österreich hinweg. Im Westen und Norden beginnt der Tag bereits bewölkt mit Regen und Schauern, während im Osten und Südosten zunächst noch die Sonne scheint. Dort steigt die Schauer- und Gewitterneigung im Tagesverlauf zunehmend an. In der Westhälfte lockert es tagsüber wieder auf, ein Wechsel aus Sonne, Wolken und Schauern stellt sich ein. Im Osten frischt der Wind mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest auf, sonst bleibt er schwach. Frühtemperaturen 15 bis 24 Grad, Tageshöchstwerte 23 bis 33 Grad – heiß bleibt es zuletzt nur noch ganz im Osten und Südosten.

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KO KOSMO-Redaktion
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