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Blitzabschiebung: „Grazer Islamist“ nach Bosnien ausgeflogen

Bosnier verhaftet Terrorverdacht Christkindlmarkt
(FOTOS: links: Screenshot/ORF-TVthek/ZIB2, rechts: Graz-Tourismus/Harry Schiffer)

Erst vor einigen Tagen wurde berichtet, dass der verdächtige 26-Jährige aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Nun soll er bereits nach Bosnien abgeschoben worden sein.

Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, sei Emir H. vergangenes Wochenende abgeschoben worden sein. Im Bericht wird der Verdächtige als „Grazer Islamist“ beschrieben, der ein Scharia-Anhänger sein soll. Dem 26-Jährigen wird vorgeworfen, einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Graz geplant zu haben (KOSMO berichtete). Der Anwalt des Verdächtigen soll bereits angekündigt haben, gegen die Abschiebung vorgehen zu wollen.

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Der obdachlose 26-Jährige soll sich mehrere Videos von Amokfahrten am Gemeinschaftscomputer des Obdachlosenheims angesehen und „gewaltverherrlichende und radikale Aussagen“ getätigt haben.

Vor einigen Tagen wurde offiziell bestätigt, dass sich der 26-Jähriger nicht mehr in Untersuchungshaft befindet. Seine Entlassung wurde damit begründet, dass die bisherige Beweislage nicht ausreichen würde, um ihm die konkrete Planung eines Terroraktes anzulasten (KOSMO berichtete).

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Nach seiner Blitzabschiebung soll sich Emir H. nun in Banja Luka aufhalten. Das Verfahren gegen ihn läuft in Österreich weiter. „Das ist ein absoluter Eingriff in seine Rechte. Ich werde das bekämpfen. Der junge Mann hat einen legalen Aufenthaltstitel in Österreich“, so der Anwalt des Verdächtigen, Wolfgang Blaschitz gegenüber der „Krone“.