Der Elektroantrieb gewinnt Boden – doch der europäische Automarkt sendet widersprüchliche Signale. Die Zahlen erzählen eine komplexe Geschichte.
Trotz insgesamt schwacher Absatzzahlen gewinnt die Elektromobilität auf dem europäischen Automobilmarkt spürbar an Bedeutung. Wie der Herstellerverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte, kletterte der Anteil rein elektrisch betriebener Fahrzeuge in der EU seit Jännerbeginn von 15,2 auf 18,8 Prozent. Die Pkw-Neuzulassungen lagen im Februar um 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert und erreichten 865.437 Einheiten.
Über die ersten beiden Monate des Jahres betrachtet ergibt sich allerdings ein anderes Bild: Kumuliert sank die Zahl der Neuzulassungen um 1,2 Prozent auf rund 1,665 Millionen Fahrzeuge.
Marktanteile im Februar
Im Februar verzeichneten Deutschland, Italien und Spanien steigende Neuzulassungszahlen, während Frankreich einen Rückgang hinnehmen musste. An der Spitze des europäischen Marktes behauptete sich der Volkswagen-Konzern, dessen Marken zusammen ein Wachstum von 2,6 Prozent erzielten – wenngleich die konzerneigene Porsche AG mit einem Minus von gut fünf Prozent gegen den Trend lief.
Deutlich dynamischer entwickelte sich Stellantis, die Muttergesellschaft von Opel, die ein Wachstum von knapp zehn Prozent verbuchen konnte. BMW und Mercedes-Benz hingegen mussten bei den Neuzulassungen Einbußen verzeichnen.
E-Hersteller im Aufwind
Besonders markant fiel die Entwicklung bei reinen Elektrofahrzeugherstellern aus: Der chinesische Anbieter BYD steigerte seine Verkaufszahlen auf nahezu das Dreifache – wenngleich das Ausgangsniveau nach wie vor gering ist.
Tesla, das im Vorjahr noch Rückgänge verbucht hatte, legte um fast ein Drittel zu.