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Urteil noch im Jänner

Bushidos Ex-Manager: Mehr als 4 Jahre Haft für Arafat Abou-Chaker gefordert

(FOTO: EPA-EFE/FILIP SINGER)
(FOTO: EPA-EFE/FILIP SINGER)

Nach über 111 intensiven Verhandlungstagen, die den Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und seine Brüder zu einem der längsten in der deutschen Rechtsgeschichte machen, bleibt die Anklage bestehen: Körperverletzung, Freiheitsberaubung und versuchte Erpressung des Rappers Bushido.

Die Anklage stützt sich auf einen Vorfall, der sich am 18. Januar 2018 ereignet haben soll. Laut Anklagebehörden soll Arafat Abou-Chaker, der damalige Manager von Bushido, den Rapper in seinem Büro festgehalten und über Stunden hinweg bedroht und beschimpft haben.

Prozess seit 2020

Der Prozess begann im August 2020 und sollte ursprünglich im November desselben Jahres abgeschlossen sein. Doch die Verhandlungstage häuften sich und das Urteil wurde wiederholt verschoben. Inzwischen hat der Prozess die beeindruckende Summe von 900.000 Euro an Kosten verursacht.

Arafat Abou-Chaker, der erst nach fast dreieinhalb Jahren Prozessdauer zu Wort kam, äußerte sich vergangene Woche vor Gericht. Auf die Frage des Richters, was er sich wünsche, antwortete er: „Dass der ganze Spuk aufhört, ein normales Leben für meine Familie.“

Richterin sieht Vorwürfe bestätigt

Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von vier Jahren für Arafat Abou-Chaker gefordert. Oberstaatsanwältin Petra Leister erklärte dazu: „Die Staatsanwaltschaft hat für den Ex-Manager von Rapper Bushido eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten gefordert. Aus Sicht von Oberstaatsanwältin Petra Leister haben sich die Hauptvorwürfe gegen Arafat A.-Ch., der als ein Berliner Clanchef gilt, wie angeklagt bestätigt.“

Bevor das Urteil gefällt wird, stehen noch die Plädoyers der Verteidigung und der Anwälte an. Das Urteil selbst wird für diesen Monat erwartet – fast auf den Tag genau sechs Jahre nach dem Vorfall, der den Prozess ausgelöst hat.