Ein Systemausfall legt den Grenzübergang Izacic lahm – Reisende warten seit Stunden, ein Ende ist nicht in Sicht.
Am Grenzübergang Izacic – an der Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien – herrscht seit den frühen Morgenstunden Ausnahmezustand: Ein Ausfall des europäischen Entry/Exit-Systems (EES, digitales Einreise-Erfassungssystem) hat den Grenzverkehr nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. Kilometerlange Fahrzeugkolonnen stauen sich auf beiden Seiten der Grenze, Reisende sitzen seit Stunden in ihren Autos fest.
Das EES dient der elektronischen Erfassung von Ein- und Ausreisen in den Schengen-Raum. Fällt es aus, können die Grenzbehörden keine regulären Kontrollen mehr durchführen – mit unmittelbaren Folgen für den Verkehrsfluss. Genau das ist am Grenzübergang Izacic eingetreten.
Ursache unbekannt
Über die Ursache des Systemausfalls ist bislang nichts bekannt. Auch eine Prognose, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, haben die zuständigen Stellen bisher nicht abgegeben. Für die Wartenden bedeutet das: keine verlässlichen Informationen, keine absehbare Entspannung der Lage.
Besonders belastend ist die Situation für Familien mit kleinen Kindern sowie für ältere Reisende, die die langen Wartezeiten bei hohen Temperaturen im Fahrzeug ausharren müssen.