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Monetarisierung

ChatGPT-Boom aber kein Profit – Werbung als letzter Ausweg?

ChatGPT-Boom aber kein Profit – Werbung als letzter Ausweg?
EPA-EFE/Liselotte Sabroe DENMARK OUT
2 Min. Lesezeit |

Das KI-Tool ChatGPT verzeichnet mittlerweile 700 Millionen wöchentliche Nutzer weltweit. Trotz dieser beeindruckenden Reichweite und prognostizierten Einnahmen von 12,7 Milliarden Dollar im laufenden Jahr – mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr – schreibt der ChatGPT-Entwickler OpenAI weiterhin rote Zahlen.

Wie Produktleiter Nick Tarly im Podcast „Decoder“ erklärte, rechnet das Unternehmen frühestens 2029 mit schwarzen Zahlen. Branchenexperten sehen das finanzielle Ungleichgewicht als symptomatisch für die gesamte KI-Branche: OpenAI erwartet für das laufende Jahr einen Verlust von rund 5 Milliarden Dollar, wobei die Verluste bis 2028 auf insgesamt 44 Milliarden Dollar ansteigen könnten.

Die hohen Kosten resultieren vor allem aus massiven Investitionen in Cloud-Infrastruktur und Forschung. Trotz einer weiteren Finanzierungsrunde in Höhe von 6,6 Milliarden Dollar im Juni, die das Unternehmen mit 157 Milliarden Dollar bewertete, bleibt die Profitabilität eine zentrale Herausforderung.

Angesichts dieser finanziellen Herausforderungen schließt OpenAI nicht länger aus, künftig Werbung in seinen populären Chatbot zu integrieren. Firmenchef Sam Altman hatte sich ursprünglich gegen Werbeeinblendungen ausgesprochen und diese nur als „letzte Option“ in Betracht gezogen. Wie das Portal „The Verge“ berichtet, relativierte Altman diese Position jedoch im Juni und räumte ein, er sei „nicht vollständig gegen“ diese Idee.

⇢ Diese 5 Fragen sollten Sie ChatGPT besser nicht stellen!

Umsatzstrategien prüfen

Das Unternehmen prüft derzeit verschiedene Strategien zur Umsatzsteigerung. Sollte man sich für Werbung entscheiden, betont Tarly, müsste diese „sehr durchdacht und geschmackvoll“ in die ChatGPT-Nutzererfahrung eingebettet werden. ChatGPT soll laut internen Prognosen bis mindestens 2029 die wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens bleiben.

Konkurrenz macht vor

Während OpenAI noch abwägt, geht die Konkurrenz bereits konkretere Schritte: Elon Musks KI-Unternehmen xAI plant bereits die Integration von Werbeanzeigen in die Antworten seines Chatbots Grok.

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KO KOSMO-Redaktion
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