Start News Chronik Corona-Chaos: „Wir stecken in Sarajevo fest, Masken gelten nicht mehr“
800 PASSAGIERE GESTRANDET

Corona-Chaos: „Wir stecken in Sarajevo fest, Masken gelten nicht mehr“

Chaos auf dem Flughafen Sarajevo (FOTO: heute.at)

Am Sonntag kam es am Flughafen Sarajevo zu einem riesen Chaos. Aufgrund eines gestrichenen Fluges waren hunderte Passagiere in der bosnischen Hauptstadt gestrandet.

Wie eine „Heute“-Leserin berichtet, musste eine Maschine der „Swiss Airlines“ am Sonntag um 9:40 Uhr ihren angesetzten Flug von Sarajevo nach Zürich streichen. Doch was nach einem routinemäßigen Vorfall klingt, artete schnell in purem Chaos aus! Laut einer Betroffenen waren innerhalb kürzester Zeit 800 gestrandete Personen am Flughafen Sarajevo. Die Passagiere mussten stundenlang am überfüllten Airport warten – und das ohne Masken und Abstand!

„Ich fühle mich im Stich gelassen“
Gegenüber der „Heute“ schildert die betroffene, 36-jährige Züricherin die Zustände vor Ort: Die Swiss-Mitarbeiter seien maßlos überfordert gewesen. „Wir haben uns Stunden die Beine in den Bauch gestanden und warteten auf die Hotel-Koordination.“ Besonders die nicht eingehaltenen Corona-Maßnahmen würden ihr große Sorgen bereiten: „Abstände und Maskenpflicht wurden nicht eingehalten. Was bringen denn die negativen Corona-Tests, wenn man sich in so einem Virenparadies wohl sämtliche Varianten einfangen kann?“, so die 36-Jährige.

Aus Sorge vor einer Ansteckung habe die Betroffene selbst die ganze Zeit über eine Schutzmaske getragen und andere um Abstand gebeten, jedoch fühle sie sich von der Fluglinie komplett im Stich gelassen. Nach über drei Stunden bekamen die gestrandeten Passagiere dann doch ein Hotel organisiert und einen Kleinbus, der sie zum Zielort bringen sollte. Aus Angst vor einer Corona-Ansteckung verzichtete die Züricherin jedoch darauf: „Die Mehrheit der Mitreisenden trug die Maske falsch oder verzichtete sogar ganz auf eine.“ Stattdessen organisierte sich die 36-Jährige auf eigene Kosten ein Taxi. Für den neuen Flugtermin müsse sie erneut einen Corona-Test machen – ebenfalls auf eigene Kosten!

Swiss spricht von „Ausnahmezustand“
Die Fluglinie selbst spricht aufgrund des starken Nebels von einem Ausnahmezustand: „Die vielen Flugausfälle haben die Infrastruktur am Flughafen von Sarajevo zusammenbrechen lassen“, so Swiss-Mediensprecherin Sonja Ptassek gegenüber der „Heute“. Man habe versucht, alle betroffenen Passagiere mit Snacks und Getränken zu versorgen, sowie in einem Hotel unterzubringen. Sämtliche von den Flugausfällen betroffenen Personen seien auf die Flüge am Montag umgebucht worden.

Quellen und Links:

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