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Brandursache

Crans-Montana: Behörden identifizieren erste Todesopfer

Crans-Montana: Behörden identifizieren erste Todesopfer
(FOTO: EPA / ALESSANDRO DELLA VALLE)
3 Min. Lesezeit |

Wunderkerzen auf Champagnerflaschen, die zu nah an die Decke gerieten – diese fatale Kombination steht im Zentrum der Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana.

Nach dem verheerenden Brand in der Bar «Le Constellation» im Schweizer Wintersportort Crans-Montana verdichten sich die Erkenntnisse zur Brandursache. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wunderkerzen auf Champagnerflaschen das Feuer auslösten, als sie zu nah an die Decke gerieten. Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud erklärte am Freitag, dass sich die Flammen dadurch außerordentlich schnell ausbreiten konnten. Die Katastrophenbilanz bleibt mit 40 Todesopfern unverändert, während die Zahl der Verletzten auf 119 angestiegen ist.

Polizeikommandant Frédéric Gisler teilte mit, dass von den 119 Verletzten bereits 113 identifiziert werden konnten. Die Mehrheit der Betroffenen – 71 Personen – stammt aus der Schweiz. Unter den weiteren Verletzten befinden sich 14 französische, elf italienische und vier serbische Staatsangehörige. Jeweils eine verletzte Person kommt aus Bosnien, Polen, Belgien, Luxemburg und Portugal. Bei den übrigen Verletzten steht die Nationalität noch nicht fest.

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Das österreichische Außenministerium bestätigte auf Anfrage der APA am späten Freitagnachmittag, dass nach derzeitigem Kenntnisstand keine österreichischen Staatsbürger unter den Opfern sind. Die Kantonspolizei konnte inzwischen die ersten Todesopfer identifizieren und den Angehörigen übergeben. Bei den bisher bekannten Verstorbenen handelt es sich um vier Schweizer: zwei Frauen im Alter von 21 und 16 Jahren sowie zwei junge Männer, 18 und 16 Jahre alt.

Internationale Hilfe

Die Schweiz erhält nach der Brandkatastrophe internationale Unterstützung. Mehrere Schwerverletzte werden zur weiteren medizinischen Versorgung nach Wien und Graz transportiert. Etwa 50 Personen mit schwersten Verletzungen wurden bereits in spezialisierte Verbrennungszentren im Ausland verlegt – darunter in Polen, Deutschland, Frankreich und Italien.

Auch Schweden und Nordmazedonien haben ihre Hilfe angeboten. Die Europäische Union signalisierte ebenfalls Unterstützungsbereitschaft. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte auf X mit: „Wir stehen mit den Schweizer Behörden in Kontakt, um über den EU-Katastrophenschutzmechanismus medizinische Hilfe für die Opfer bereitzustellen.“

Kritischer Zustand

Die Behörden rechnen weiterhin mit 40 Todesopfern, wie Polizeikommandant Gisler bestätigte. Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer wies jedoch darauf hin, dass zahlreiche Verletzte nach wie vor in kritischem Zustand sind. Zwischen 80 und 100 Personen schweben noch in Lebensgefahr. Die tragische Opferbilanz könnte daher noch steigen, warnte Ganzer.

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Menschen mit Verbrennungen dritten Grades auf etwa 15 Prozent ihrer Körperoberfläche haben ein erhöhtes Sterberisiko in den Tagen nach dem Unglück. Eric Bonvin, Geschäftsführer der Krankenhäuser im Kanton Wallis, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die eingelieferten Patienten nicht nur Verbrennungen, sondern auch Knochenbrüche erlitten haben. Diese Frakturen entstanden vermutlich während der panischen Flucht zum Ausgang der Bar.

Ein Experte erläuterte in der ZIB2, wie es zu der rasanten Feuerausbreitung in der Bar kommen konnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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