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Pensionsreform

Diese Personen müssen sechs Monate länger arbeiten

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(FOTO: iStock)

Im Schatten der aktuellen Reformen zeichnet sich in Österreich eine bedeutende Veränderung im Pensionssystem für Frauen ab. Mit Beginn des Jahres 2024 wird eine schrittweise Anhebung des Frauenpensionsalters in Bewegung gesetzt, die bis 2033 einen endgültigen Wert von 65 Jahren erreichen wird. Diese schrittweise Anpassung, die jedem Geburtsjahrgang um ein halbes Jahr verlängerte Arbeitszeiten auferlegt, markiert eine tiefgreifende Veränderung in der Arbeits- und Lebensplanung vieler Österreicherinnen.

Korinna Schumann, die Vizepräsidentin des ÖGB, hebt unmissverständlich die Herausforderung hervor, der sich viele Frauen angesichts physisch fordernder Berufe stellen müssen. Mit der schrittweisen Verlängerung der Arbeitszeit bis zum 65. Lebensjahr stellt sich die Frage, wie die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiterinnen bis zum Eintritt in die Pension gewährleistet werden können. Besonders besorgniserregend wirken darüber hinaus Daten des Sozialministeriums, die aufzeigen, dass ein bedeutender Teil der weiblichen Belegschaft nicht nahtlos vom Berufsleben in den Ruhestand übergeht.

Maßnahmen zur Anpassung gefordert

Die Reaktionen auf diese Entwicklungen sind vielfältig. Schumann plädiert für eine altersgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen, die durch diverse Maßnahmen wie betriebliche Gesundheitsförderung, angepasste Arbeitszeitmodelle und Weiterbildungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmerinnen erzielt werden soll. Diese Vorschläge zielen darauf ab, die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse einer älter werdenden Belegschaft anzupassen und dadurch einen gesünderen Übergang in die Pension zu ermöglichen.

Die Rolle der Politik ist in dieser Diskussion nicht zu unterschätzen. Schumann weist deutlich darauf hin, dass die bisher unzureichenden Maßnahmen der Regierung bezüglich des Frauenpensionsalters und der Arbeitsbedingungen dringender Aufmerksamkeit bedürfen. Die Zukunftsaussichten für Pensionserhöhungen zeigen, dass ab 2025 mit weiteren Anstiegen gerechnet wird, auch wenn die Prozentsätze variieren können.

Aktuell liegt das tatsächliche Pensionseintrittsalter für viele Frauen bereits über 60,5 Jahren, mit einer Tendenz zur vollständigen Angleichung an das Männerpensionsalter von 65 Jahren bis 2033. Die schrittweise Erhöhung beginnt konkret ab Juli 2024 für einen bestimmten Jahrgang österreichischer Frauen, die sich nun auf ein Pensionseintrittsalter von 61 Jahren einstellen müssen – ein halbes Jahr länger als bisher.