Start NEWS PANORAMA Đoković uneinsichtig: „Ich würde die Adria-Tour wieder machen“
KEINE REUE

Đoković uneinsichtig: „Ich würde die Adria-Tour wieder machen“

(FOTO: Facebook/@djokovicofficial )

Seine Rolle als Veranstalter der Adria Tour hat Novak Đoković viel Kritik und die Infektion mit dem Coronavirus eingebracht. Dennoch zeigt der Tennis-Weltranglistenerste keine Spur von Reue.

Novak Đoković organisierte im Juni ein eigenes Turnier in den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens. Im Rahmen der Adria Tour wurden mehrere Spieler positiv auf Corona getestet (Dimitrov, Ćorić, Troicki). Zum Schluss steckte sich der serbische Weltranglistenerste und Organisator selbst auch mit dem Virus an. Seine Ehefrau Jelena wurde ebenso positiv getestet. Das Tournier musste letzten Endes in der kroatischen Stadt Zadar abgebrochen werden (KOSMO berichtete). Doch wer von Đoković jetzt Reue oder gar eine Einsicht erwartet, der irrt!

Kurz vor dem Neustart der Tennistour bei den Herren gab „Djoker“ der renommierten Zeitung „New York Times“ ein Interview. Darin verteidigte der Weltranglistenerste unter anderem noch einmal seine umstrittene Adria Tour: „Wir haben versucht, etwas mit der richtigen Intention zu machen“, sagte Djokovic in einem Interview der „New York Times“. Die Tour sei in Zusammenarbeit mit den nationalen Regierungen und Tennisverbänden organisiert worden. Zum Zeitpunkt der Planung seien die Zahlen der Corona-Fälle in beiden Ländern sehr niedrig gewesen.

Der 33 Jahre alte Serbe räumte zwar ein, dass man einige Dinge anders hätte machen können. „Aber werde ich jetzt für immer deswegen der Schuldige sein? Ich mein, ok, wenn es sein muss, dann akzeptiere ich das, weil ich sonst keine andere Wahl habe. Ob das fair ist oder nicht, ist eine andere Sache. Wir hatten nur gute Absichten. Wenn ich die Chance dazu hätte, würde ich die Adria Tour wieder machen.“

Derzeit befindet sich das Tennis-Ass für die US Open in den USA. Er ist der großer Favorit in die anstehenden beiden Turniere im National Tennis Center. Gegenüber der „New York Times“ verrät er, dass er fast nicht nach New York geflogen wäre. Er habe sich erst eine Woche vor Abreise entschieden, sagte er: „Ich war sehr nah dran, nicht zu kommen“, sagte Djokovic also. „Es hat eine Menge Unsicherheiten gegeben und die gibt es immer noch.“ Er stellt aber klar: „Ich will spielen. Deshalb bin ich hier. Ich habe für mich persönlich keine Angst, dass ich in einer für mich riskanten, gefährlichen Gesundheitssituation bin. Wenn ich so fühlen würde, wäre ich wahrscheinlich nicht hier.“

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