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"SAUBERES ESSEN"

Dreijähriger verhungert bei seinen veganen Eltern!

Dreijähriger verhungert bei seinen veganen Eltern!
Symbolbild FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Nach dem Tod ihres unterernährten Sohnes warteten sie auf seine Wiedergeburt. Jetzt müssen die Eltern für Jahrzehnte ins Gefängnis, während Verwandte um Würde für das Grab kämpfen.

Ein dreijähriger Junge verlor sein Leben durch eine Atemwegserkrankung, die mutmaßlich mit der Ernährungsweise seiner religiös geprägten Familie in Zusammenhang steht. Abiyah litt unter massiver Unterernährung, Blutarmut und Entwicklungsverzögerungen. Seine Eltern Naiyahmi Y. und Tai Y. praktizierten eine strikt vegane Lebensweise, bei der sie sich ausschließlich von Früchten, Nüssen und Samen ernährten – eine Praxis, die sie als „saubere Ernährung“ bezeichneten. Die gesundheitlichen Probleme des Kindes deuten darauf hin, dass auch Abiyah dieser hochrestriktiven Diät folgen musste.

Das Ausmaß der Vernachlässigung wurde erst durch die gerichtliche Aufarbeitung vollständig sichtbar: Der Dreijährige litt nicht nur unter schwerer Mangelernährung, sondern auch unter Rachitis, massiver Karies und mehreren Frakturen. Die Familie lebte bewusst „off-grid“ und mied medizinische Hilfe durch ihre eigenen religiösen Regeln.

Als der Junge starb, war sein Körper in einem dramatisch unterversorgten Zustand. Besonders erschütternd ist der Umgang der Eltern mit seinem Tod im Jänner 2020: Wie die „Daily Mail“ berichtet, behielten sie den leblosen Körper ihres Sohnes zunächst acht Tage in seinem Kinderbett, in der Hoffnung auf eine Wiedergeburt, bevor sie ihn heimlich im Garten bestatteten.

Gerichtliche Konsequenzen

Die Behörden entdeckten die sterblichen Überreste des Kindes erst etwa drei Jahre später bei einer Routinekontrolle in Birmingham. Am Coventry Crown Court wurden die Eltern wegen „causing or allowing the death of a child“, Kindesmisshandlung und Behinderung der Justiz schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte gegen Tai Y. eine Freiheitsstrafe von 24,5 Jahren, gegen Naiyahmi Y. 19,5 Jahre – insgesamt 44 Jahre Haft.

Die Jury bewertete sowohl die „extreme“ vegane Diät als auch das heimliche Begräbnis als schwerwiegende Straftaten. Der Prozess machte deutlich, wie die religiösen Überzeugungen der Eltern zur tödlichen Vernachlässigung ihres Kindes führten.

Würdevolle Erinnerung

Cassie Rowe, die Schwester der Mutter, hat inzwischen eine Spendenaktion für einen Grabstein initiiert. Nach langwierigen Gerichtsverfahren und einer Zeit der Trauer wurde Abiyah auf einem Friedhof in Birmingham beigesetzt – allerdings bislang ohne Grabstein. „Ich möchte das ändern, indem ich ihm die Würde eines angemessenen Grabsteins verleihe. Etwas Schlichtes, Liebevolles und Bleibendes.

Damit jeder, der uns besucht, weiß, dass er geliebt wurde und in Erinnerung geblieben ist“, erklärt sie in ihrem Spendenaufruf.

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KO KOSMO-Redaktion
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