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Preisschock

Dreiste Lokale: Bis zu 60 Prozent Preisunterschied bei Getränken

Dreiste Lokale: Bis zu 60 Prozent Preisunterschied bei Getränken
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3 Min. Lesezeit |

Eine aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer Steiermark deckt erhebliche Preisdifferenzen bei Getränken in der Gastronomie auf. Die Studie zeigt Preisunterschiede von teilweise über 60 Prozent.

Die AK-Marktforschung untersucht jedes Jahr die Preise für gängige Getränke wie Kaffee, Bier, Spritzer und diverse Fruchtsäfte in Grazer Innenstadtlokalen. In diesem Jahr wurde die Untersuchung auf die steirischen Bezirke ausgeweitet. Insgesamt flossen die Daten von 43 Lokalen in die Analyse ein – 22 davon in Graz und 21 in den Bezirken – mit mehr als 600 einzelnen Preisangaben.

Auffällig ist, dass fast die Hälfte der untersuchten Grazer Betriebe ihre Getränkepreise kaum oder gar nicht erhöht hat. „Bei einer Betrachtung der gesamten Preissteigerung in Graz zeigt sich hingegen, dass diese bei rund 3,4 Prozent liegt und das ist mehr als die derzeitige allgemeine Inflationsrate“, so Büdenbender. Im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein ähnliches Bild: Die durchschnittlichen Getränkepreise in der Grazer Gastronomie sind im Jahresvergleich um 4,5 Prozent gestiegen und liegen damit erneut deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von drei Prozent im selben Zeitraum.

Stadt-Land-Gefälle

Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Gastronomiebetrieben sind beträchtlich: Für einen Cappuccino zahlen Gäste in Graz zwischen 3,5 und 4,9 Euro, während in den Bezirken zwischen 3,1 und 4 Euro verlangt werden. Ein halber Liter Bier kostet in der steirischen Landeshauptstadt zwischen 4,6 und 5,9 Euro, in den Bezirken zwischen 4,2 und 5,3 Euro. Das kleine Bier (0,3 Liter) schlägt in Graz mit 3,9 bis 4,9 Euro zu Buche, außerhalb mit 3,7 bis 4,4 Euro. Für alkoholfreies Bier (0,5 Liter) werden in Graz zwischen 4,20 und 5,60 Euro fällig, in den Bezirken zwischen 4,1 und 5,2 Euro.

Steiermarkweit variieren die Preise für einen weißen Spritzer (0,25 Liter) zwischen 2,4 und 4,6 Euro. Für einen mit Leitungswasser verlängerten Fruchtsaft oder -nektar (0,5 Liter) werden je nach Marke zwischen 2,2 und 5,1 Euro verlangt. Leitungswasser steht zwar häufig kostenpflichtig auf der Getränkekarte, wird jedoch bei sonstiger Konsumation nirgends in Rechnung gestellt.

Enorme Preisspannen

AK-Marktforscherin Andrea Büdenbender betont: „Es lohnt sich, auszusuchen, wo man etwas trinkt, da die Preisspannen zwischen teuersten und billigsten Angeboten teils sehr groß sind, wie man auch beim Verlängerten (Espresso mit heißem Wasser) sieht: Hier liegen die Preise steiermarkweit zwischen 2,9 Euro und 4,7 Euro, das entspricht einer Differenz von über 60 Prozent.“

Besonders auffällig sind die Preissprünge bei Sodawasser mit einem Plus von 11,1 Prozent und Mineralwasser mit einem Plus von 6,9 Prozent. Andererseits blieben in fünf von 28 untersuchten Lokalen die Preise unverändert oder sanken vereinzelt sogar. Dies zeigt, dass nicht alle Gastronomiebetriebe die gestiegenen Kosten in gleichem Maße an die Konsumenten weitergeben.

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Die detaillierten Preistabellen können unter www.akstmk.at/presse eingesehen werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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