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Arbeitsmarkt

Düstere Arbeitsmarktbilanz: Langzeitarbeitslose steigen um 13 Prozent

Düstere Arbeitsmarktbilanz: Langzeitarbeitslose steigen um 13 Prozent
FOTO: AMS, Fotostudio B&G
2 Min. Lesezeit |

Der österreichische Arbeitsmarkt schließt das Jahr 2025 mit gemischten Signalen ab: Steigende Arbeitslosigkeit trifft auf wachsende Beschäftigung und optimistische Prognosen.

Ende Dezember 2025 verzeichnete Österreich 434.572 Personen, die entweder arbeitslos gemeldet waren oder sich in AMS-Schulungsmaßnahmen befanden. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,0 Prozent im Jahresvergleich. Die Arbeitslosenquote erreichte 8,4 Prozent und lag damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert vom Dezember 2024. Besonders auffällig ist der deutliche Anstieg bei den Langzeitbeschäftigungslosen, deren Zahl um 12,8 Prozent auf 102.491 Personen anwuchs. Gleichzeitig schrumpfte das Angebot an offenen Stellen um 16,2 Prozent.

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Laut einer Mitteilung des Arbeits- und Sozialministeriums vom Freitag setzte sich der Trend steigender Arbeitslosenzahlen zum Jahresende fort. Dennoch gab es auch positive Signale: Die Beschäftigung verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Aufschwung mit schätzungsweise 4.000 zusätzlichen Arbeitsverhältnissen.

Positive Prognosen

„Die Beschäftigung wird wieder stärker wachsen und die Arbeitslosigkeit soll im zweiten Halbjahr etwas sinken“, prognostizierte Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) für die kommenden Monate. Das Ministerium stützt diese Einschätzung auf Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), das einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um etwa 4.000 Personen erwartet. Für die unselbständige Aktivbeschäftigung rechnet das Institut mit einem Plus von rund 27.000.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Bei genauerer Betrachtung der Dezemberzahlen zeigt sich ein geschlechtsspezifisches Ungleichgewicht: Die Arbeitslosigkeit stieg bei Frauen mit 6,6 Prozent deutlich stärker an als bei Männern, wo lediglich ein Zuwachs von 0,5 Prozent zu verzeichnen war. Die Zahl der beim AMS als sofort verfügbar gemeldeten offenen Stellen sank im Jahresvergleich um 16,2 Prozent auf 67.647.

Die Zahl der beim AMS als sofort verfügbar gemeldeten offenen Stellen sank im Jahresvergleich um 16,2 Prozent auf 67.647.

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KO KOSMO-Redaktion
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