Mit Rekordinvestitionen und einer strategischen Übernahme katapultiert sich Wien Energie in die Top-Liga der österreichischen Ökostrom-Erzeuger.
Wien Energie treibt 2025 die Energiewende mit Rekordtempo voran. Österreichs größter regionaler Energiedienstleister intensivierte den Ausbau erneuerbarer Energiequellen und tätigte strategische Investitionen, um sein Ökostrom-Portfolio deutlich zu erweitern. Neben der Errichtung von rund 70 neuen Photovoltaikanlagen, dem Baubeginn eines Wasserkraftwerks und der Erweiterung der Windkraftkapazitäten übernahm das Unternehmen vollständig den heimischen Ökostrom-Pionier ImWind.
Die gebündelte Kraft beider Unternehmen resultiert in einer Gesamtleistung von 900 Megawatt, was ausreicht, um den Strombedarf von etwa 950.000 Wiener Haushalten zu decken. Bis 2040 soll die Kapazität erneuerbarer Energien auf 2.800 Megawatt verdreifacht werden.
Windkraft-Expansion
Mit der Übernahme von ImWind stieg Wien Energie in die Liga der drei größten Windkraftbetreiber Österreichs auf und erweiterte sein Portfolio unmittelbar um 52 Windkraftanlagen. Gemeinsam betreiben beide Unternehmen nun 145 Windkraftanlagen landesweit.
Ein weiterer Meilenstein steht bereits bevor: Durch das ImWind-Portfolio und die im Bau befindlichen Windparks Ebreichsdorf und Loidesthal II wird Wien Energie ihre Windkraftleistung in Österreich bis 2026 auf insgesamt 520 Megawatt verdoppeln. Der Windpark Ebreichsdorf wird ab Mitte 2026 mit 35 Megawatt Gesamtleistung rund 20.000 Haushalte jährlich mit umweltfreundlichem Strom versorgen, während der Windpark Loidesthal II bereits ab Anfang 2026 mit 62 Megawatt Leistung regionalen Ökostrom produzieren wird.
Als Österreichs führender Photovoltaikbetreiber realisierte Wien Energie im vergangenen Jahr insgesamt 70 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von etwa 55 Megawatt, überwiegend im dicht bebauten Wiener Stadtgebiet. Mit diesem erneuten Ausbaurekord erreicht das Unternehmen mit über 540 PV-Anlagen eine Gesamtleistung von rund 235 Megawatt.
⇢ Grüne Revolution: Erstmals mehr Strom aus Sonne als aus Kohle
Im Rahmen der Wiener Sonnenstrom-Offensive installiert Wien Energie zudem Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden wie Magistratsgebäuden und Kindergärten. Das Zwischenziel von 250 Megawatt in Wien, davon 50 Megawatt auf stadteigenen Flächen, wurde durch die gemeinsamen Anstrengungen zehn Monate früher als geplant erreicht.
Innovative Projekte
Zu den innovativen Projekten zählt die Wiener Staatsoper, die seit Winter 2025 als kulturhistorisches Sonnenkraftwerk fungiert. Speziell angepasste grüne Solarmodule erzeugen auf dem denkmalgeschützten Kupferdach eine Leistung von 100 kWp.
Parallel dazu erweiterte Wien Energie die Speicherinfrastruktur. Bei der größten Photovoltaikanlage Wiens in der Schafflerhofstraße speichert seit diesem Jahr ein fünf Megawatt Großbatteriespeicher den erzeugten Sonnenstrom und gibt ihn bedarfsgerecht ins Netz ab. Am Kraftwerksstandort Wien-Simmering wurde ein PV-Carport mit 330 kWp in Betrieb genommen, das 100 Stellplätze überdacht und gleichzeitig grünen Strom produziert. Als tragende Elemente dienen zwölf recycelte Rotorblätter ehemaliger Wien Energie-Windkraftanlagen.
Das Portfolio wird zusätzlich durch Photovoltaik-Großanlagen von ImWind mit einer Leistung von mehr als 130 Megawatt ergänzt.
Neben Wind- und Solarenergie spielt die Wasserkraft eine zentrale Rolle in Österreichs Stromerzeugung und deckt etwa zwei Drittel der heimischen Produktion ab. Um diesen Bereich weiter zu stärken, nutzt Wien Energie jede verfügbare Möglichkeit. Aktuell entsteht das 27. Wasserkraftwerk des Unternehmens in Österreich: Das Kleinwasserkraftwerk Oppenberg in Rottenmann in der Steiermark. Es wird künftig jährlich rund 3.700 Megawattstunden Ökostrom liefern – genug, um umgerechnet mehr als 1.000 Haushalte in der Region zu versorgen.
Über den Bau, Betrieb und Service eigener Anlagen für erneuerbare Energien hinaus bietet Wien Energie auch die Vermarktung von Energie als Dienstleistung für private Betreiber von Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerken sowie Biomasse-/Biogasanlagen an. Mehr als 300 Kunden vertrauen auf die energiewirtschaftliche Expertise des Unternehmens und überlassen ihm die Vermarktung von über 750 Megawatt Gesamtleistung.
Bereits 2026 werden Wien Energie und ImWind gemeinsam 1.000 Megawatt Ökostrom-Leistung erreichen, weitere zahlreiche Photovoltaikanlagen errichten und die Windparks Ebreichsdorf und Loidesthal II in Betrieb nehmen. Bis 2030 planen beide Unternehmen, insgesamt 1.800 Megawatt an Erneuerbaren-Leistung in Österreich zu realisieren, womit rechnerisch bereits alle Wiener Haushalte versorgt werden können.
Der Ausbau auf 2.800 Megawatt bis 2040 soll zusätzlich den gesamten Wiener Verkehrssektor mit erneuerbarem Strom versorgen – von Straßenbahnen über Elektrobusse und U-Bahnen bis hin zu Elektroautos.
Das Erneuerbaren-Portfolio von Wien Energie und ImWind umfasst aktuell eine Gesamtleistung von über 900 Megawatt, 553 PV-Anlagen, 145 Windkraftanlagen und 26 Wasserkraftwerke.
Damit kann regionaler Strom für umgerechnet 950.000 Haushalte bereitgestellt werden.