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Gerichtsurteil

Einbruchs-Serie in Floridsdorf: Serben-Quartett vor Gericht gestellt

Einbruchs-Serie in Floridsdorf: Serben-Quartett vor Gericht gestellt
(istockphoto: Einbruch)
2 Min. Lesezeit |

Vier Serben zogen gemeinsam nach Wien-Floridsdorf – doch statt eines Neuanfangs folgte eine Serie von Einbrüchen. Vor Gericht fielen nun die Urteile.

Vier Männer aus einem serbischen Dorf, die im Sommer gemeinsam eine Wohnung in Wien-Floridsdorf bezogen hatten, mussten sich vor einem Wiener Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, als organisierte kriminelle Vereinigung systematisch Einbrüche und Diebstähle verübt zu haben. Die Beweislage erschien eindeutig: Opfer konnten die Verdächtigen identifizieren, zudem wurde in der gemeinsamen Unterkunft Diebesgut sichergestellt.

Vor dem Richter schilderte der 20-jährige Beschuldigte seine Version der Ereignisse: „Ich bin am 19. Juli nach Wien gekommen.“ Bereits zwei Tage später soll er in die Wohnung einer Seniorin eingedrungen sein und dort Schmuck, Bargeld sowie Parfums entwendet haben. Bei einem weiteren Einbruchsversuch wurde er gefasst und belastete daraufhin seine Mitbewohner: „Sie wussten es.“

Er gab zudem an, beobachtet zu haben, wie einer der älteren Mitangeklagten Gegenstände aus einem Rucksack gestohlen habe. Während der Gerichtsverhandlung versuchte ein Mitangeklagter, dem 20-Jährigen durch versteckte Handzeichen Anweisungen zu geben. Die Kommunikationsversuche wurden jedoch von aufmerksamen Justizwachebeamten bemerkt.

Verdächtige Aktivitäten

Der Richter reagierte mit deutlichem Unmut, unterbrach die Verhandlung und stellte seine Fragen erneut. Der ebenfalls angeklagte 21-Jährige soll gemeinsam mit dem 20-Jährigen in eine Wohnung eingebrochen sein, ein zweiter Versuch scheiterte. Anwohner in Wien-Floridsdorf hatten die Gruppe bei mutmaßlichen Auskundschaftungen beobachtet.

Auf die richterliche Nachfrage nach ihren Beweggründen für die Einreise nach Österreich antwortete der Angeklagte unumwunden: „Wir wollten keinen Ärger im eigenen Land.“

Gerichtsurteile

Am Mittwoch verkündete das Gericht die Urteile: Der 26-jährige Erstangeklagte erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten, die noch nicht rechtskräftig ist. Der 20-jährige Zweitangeklagte wurde zu 18 Monaten teilbedingter Haft verurteilt, davon vier Monate unbedingt – dieses Urteil ist bereits rechtskräftig.

Für den 27-jährigen Drittangeklagten verhängte das Gericht dreieinhalb Jahre Haft, wobei dieses Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Der 21-jährige Serbe muss für fünf Monate unbedingt ins Gefängnis, weitere 16 Monate wurden zur Bewährung ausgesetzt – dieses Urteil ist rechtskräftig.

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KO KOSMO-Redaktion
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