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Ankündigung

Einfach besser“: Trump zwingt Coca-Cola zu radikaler Rezept-Änderung

Einfach besser“: Trump zwingt Coca-Cola zu radikaler Rezept-Änderung
FOTO: EPA/SAM WUNDK
3 Min. Lesezeit |

US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass Coca-Cola künftig in den Vereinigten Staaten verstärkt mit Zuckerrohr anstelle von Maissirup gesüßt werden soll. Diese Initiative erhält Rückendeckung vom amerikanischen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der Maissirup als gesundheitlich bedenklich einstuft. Die Ankündigung des Präsidenten wirkte sich unmittelbar auf den Finanzmarkt aus – der Aktienkurs des Maissirup-Herstellers Archer-Daniels-Midland Company verzeichnete einen Rückgang von sechs Prozent.

Der US-Präsident teilte auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social mit, er habe Gespräche mit dem Getränkekonzern geführt, wobei die Unternehmensführung der Umstellung zugestimmt habe. Im Gegensatz zur internationalen Produktion werden zuckerhaltige Coca-Cola-Getränke in den USA seit den 1980er-Jahren mit hochfructosehaltigem Maissirup hergestellt. Dieser Süßungsstoff bietet gegenüber anderen Zuckerarten wirtschaftliche Vorteile: Er ist kostengünstiger, intensiver im Geschmack und weist eine längere Haltbarkeit auf.

Offene Fragen

Zahlreiche Fragen bleiben jedoch offen – insbesondere, ob der Zuckerrohr-Einsatz den Maissirup vollständig verdrängen wird oder ob beide Süßungsmittel parallel auf dem US-Markt angeboten werden. Der Coca-Cola-Konzern äußerte sich zurückhaltend und würdigte lediglich Trumps „Enthusiasmus“ für die Marke. Das Unternehmen kündigte an, in Kürze „weitere Details zu neuen innovativen Angeboten innerhalb der Coca-Cola-Produktpalette“ zu veröffentlichen.

Marktreaktionen

Bereits jetzt können amerikanische Konsumenten in begrenztem Umfang mexikanische Coca-Cola mit Zuckerrohr erwerben. Obwohl Trump selbst als Konsument der kalorienreduzierten Variante Diet Coke mit künstlichen Süßstoffen bekannt ist, betonte er auf Truth Social, dass alle Verbraucher den Qualitätsunterschied erkennen würden – Coca-Cola mit Zuckerrohr sei „einfach besser“. Die wirtschaftlichen Auswirkungen seiner Ankündigung zeigten sich prompt: Die Aktie des führenden Maissirup-Produzenten Archer-Daniels-Midland Company verzeichnete im nachbörslichen US-Handel einen Wertverlust von rund sechs Prozent.

Wirtschaftliche Dimension

Der Süßungsmittelmarkt hat in den USA enorme wirtschaftliche Bedeutung. Eine potenzielle Umstellung von Maissirup auf Zuckerrohr würde nicht nur die Getränkeindustrie, sondern ganze Wirtschaftszweige betreffen. Die amerikanische Maisindustrie, die jährlich mehr als 30 Prozent ihrer Ernte für die Herstellung von Maissirup verwendet, könnte bei einer vollständigen Umstellung erhebliche Einbußen erleiden. Gleichzeitig würden Zuckerrohrproduzenten, vorwiegend in Südstaaten wie Florida und Louisiana ansässig, deutlich profitieren.

Experten für Agrarwirtschaft verweisen zudem auf die komplexen Handelsbeziehungen: Eine verstärkte Nachfrage nach Zuckerrohr könnte den Import aus Ländern wie Brasilien, Mexiko und Karibikstaaten ankurbeln und neue Handelsabkommen erforderlich machen. Der Gesamtmarkt für Süßungsmittel in der US-Getränkeindustrie wird auf über 8 Milliarden Dollar geschätzt, wobei Coca-Cola als Marktführer eine Schlüsselrolle einnimmt.

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KO KOSMO-Redaktion
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