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Schock

Sechsjähriger tötet Neugeborenes auf Geburtenstation

Sechsjähriger tötet Neugeborenes auf Geburtenstation
FOTO: iStock/Vad-Len
3 Min. Lesezeit |

Ein unbeaufsichtigter Sechsjähriger, ein Frühgeborenes und ein fataler Moment: In einem französischen Krankenhaus endete die fehlende Aufsicht in einer Tragödie.

Ein tragischer Vorfall erschüttert ein Krankenhaus im nordfranzösischen Lille. Ein sechsjähriger Junge, der unbeaufsichtigt durch die Gänge der Entbindungsstation streifte, soll ein Frühgeborenes wie eine Puppe behandelt und fallen gelassen haben. Das Neugeborene erlitt dabei tödliche Kopfverletzungen.

Die Polizei hat mittlerweile eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet. Der Vorfall ereignete sich im Jeanne-de-Flandre Kinderkrankenhaus, wo die kleine Zayneb-Cassandra – die vor vier Wochen in der etwa 30. Schwangerschaftswoche geboren wurde – am vergangenen Freitag schwere Hirnverletzungen erlitt. Am Dienstag wurde das Baby für tot erklärt.

Laut Ermittlungskreisen soll der Sechsjährige das Neugeborene „wie eine Puppe behandelt“ und auf den Boden fallen gelassen haben. Besonders brisant: Der Bub war bereits zuvor als „störende Präsenz“ im Krankenhaus aufgefallen. Dennoch fand man ihn allein mit dem bewusstlosen Säugling in der Neugeborenenstation.

📍 Ort des Geschehens

Fehlende Aufsicht

Der Junge – Sohn einer anderen Mutter auf der Entbindungsstation – war offenbar über längere Zeit ohne Aufsicht im Krankenhaus unterwegs. Die Großmutter des verstorbenen Babys schilderte der Zeitung „Voix du Nord“ die beunruhigenden Umstände: „Der Junge kam morgens um 7 Uhr an und rannte den ganzen Tag die Flure auf und ab. Alle Mütter haben sich beschwert“, und eine Krankenschwester hat sogar die Mutter des Kindes gewarnt, dass es ein Problem gibt.

Beim ersten Betreten von Zaynebs Zimmer habe der Junge gesagt, sie sehe aus wie eine Puppe – woraufhin der anwesende Großvater ihn hinausbegleitete. Der verhängnisvolle Moment ereignete sich, als Zaynebs 23-jährige Mutter gerade Entlassungspapiere unterschrieb. Plötzlich erhielt die Familie einen Notruf von der Stationsleitung: Sie müssten sofort kommen – ein kleiner Junge habe mit dem Baby gespielt, das gestürzt sei.

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Tragischer Ausgang

Eine Patientin im Nachbarzimmer berichtete von einem „lauten Knall“, als der Kopf des Säuglings auf den Boden aufschlug. Man fand Zayneb bewusstlos am Boden, während der Sechsjährige auf einem Sessel saß. „Es scheint, als hätte er versucht, sie an ihrer Windel zu greifen, und sie fiel auf ihren Kopf“, erklärte die Großmutter.

Trotz sofortiger Verlegung auf die Intensivstation konnte das Baby nicht gerettet werden. Nach einer „schweren Hirnverletzung“ wurde Zayneb am Dienstag für tot erklärt. Die Jugendabteilung des Gerichtlichen Polizeidienstes Lille hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

Das Krankenhaus kündigte eine „interne Verwaltungsuntersuchung“ an und ließ mitteilen: „Diese menschliche Tragödie hat das Personal und die Teams des Universitätskinderkrankenhauses Lille sowie die anderen anwesenden Familien zutiefst betroffen.“

Zayneb-Cassandra war das erste Kind ihrer Mutter und kam per Kaiserschnitt zur Welt.

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KO KOSMO-Redaktion
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