Wien hat gesprochen – und Europa mit ihm. Der ESC 2026 endete mit einem Sieger, den viele nicht auf dem Zettel hatten.
Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien ist mit einem spektakulären Finale zu Ende gegangen. Nachdem der Österreicher Johannes „JJ“ Pietsch im Vorjahr den Wettbewerb gewonnen und damit die Ausrichtung nach Österreich geholt hatte, füllte das Finale am 16. Mai 2026 die Wiener Stadthalle bis auf den letzten Platz. 25 Länder traten im Finale gegeneinander an und boten dabei beeindruckende musikalische und visuelle Darbietungen.
Zur Halbzeit lag Bulgarien in Führung, dahinter platzierten sich Australien und Dänemark – doch letztlich konnte nur ein Act den Abend für sich entscheiden. Mit ihrem Song „Bangaranga“ sicherte sich Dara den Sieg für Bulgarien. Der österreichische Beitrag Cosmo blieb mit insgesamt sechs Punkten weit hinter den Erwartungen zurück und landete auf dem vorletzten Platz.
Die Balkan-Länder konnten heuer solide Ergebnisse erzielen. Albanien schnitt mit starken 145 Punkten am besten unter den Ex-Jugoslawien-Staaten ab und landete auf Platz 13. Kroatien erreichte mit 124 Punkten Rang 15, während Serbien mit 90 Punkten den 17. Platz belegte. Besonders Albanien wurde für seinen emotionalen Auftritt gefeiert.
Ergebnis & Platzierungen
Das vollständige Ergebnis des 70. Eurovision Song Contests, der damit zum dritten Mal in Österreich stattfand, weist Bulgarien mit 516 Punkten als klaren Sieger aus. Israel belegte mit 343 Punkten den zweiten Rang, Rumänien folgte mit 296 Punkten auf Platz drei. Australien, Italien und Finnland reihten sich unmittelbar dahinter ein.
Bulgarien hatte vor dem Sieg 2026 noch nie den Eurovision Song Contest gewonnen – die bislang beste Platzierung des Landes war ein zweiter Platz im Jahr 2007 mit Elitsa & Stoyan und dem Titel „Water“.
Debatten & Zwischenfälle
Abseits der Bühne lieferte der Song Contest in Wien zahlreiche Nebengeschichten. Besonders die Teilnahme Israels stand im Mittelpunkt öffentlicher Debatten und sorgte für anhaltende Diskussionen. Darüber hinaus zog die schwedische Teilnehmerin Felicia die Aufmerksamkeit auf sich, nachdem sie zunächst ihre Stimme verloren hatte und anschließend einen Kreislaufkollaps erlitt.
Für die Sicherheit beim Eurovision Song Contest in Wien wurde ein umfassendes Konzept mit einem Umfang von 400 Seiten erarbeitet, täglich waren rund 500 Sicherheitskräfte im Einsatz. Das Großereignis verlief trotz des enormen Aufwands ohne nennenswerte Zwischenfälle.