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Boykott

EU-Kommission schockt mit Ungarn-Boykott!

EU-Kommission schockt mit Ungarn-Boykott!
(FOTO: EPA-EFE/ROBERT GHEMENT)
2 Min. Lesezeit |

In der politischen Landschaft der Europäischen Union sorgt die Ankündigung eines Boykotts gegen Ungarn für erhitzte Diskussionen. Die EU-Kommission zeigt sich unzufrieden mit den jüngsten außenpolitischen Schritten des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der eigenständige Besuche in Kiew, Moskau, Peking und den USA absolvierte.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, hat als Antwort auf diese Alleingänge den Boykott der informellen Ministertreffen unter Ungarns aktueller Ratspräsidentschaft disponiert.

Politisches Echo in Österreich

In Österreich stößt diese Entscheidung auf gemischte Reaktionen. Außenminister Alexander Schallenberg spricht sich bedacht gegen den Boykott aus und betont die Notwendigkeit einer professionellen Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Die FPÖ sieht in der Aktion der EU-Kommission eine unangemessene Maßnahme und wirft von der Leyen politisch motiviertes Handeln vor. Parteichef Herbert Kickl fordert eine klare Positionierung der österreichischen Regierung gegen den Boykott.

Spannungen zwischen EU und Ungarn

Das Verhältnis zwischen der EU-Kommission und Ungarn ist angespannt. Die selbstständigen außenpolitischen Manöver Orbáns und die Bildung einer neuen Rechtsfraktion veranlassen die EU dazu, ihre Beziehungen zu Ungarn auf den Prüfstand zu stellen. Die Anspannungen werden durch die bevorstehende Wiederwahl von Ursula von der Leyen während der konstituierenden Sitzungswoche des EU-Parlaments potenziell verschärft. Kritiker fordern eine Neuausrichtung der EU-Strategie gegenüber Mitgliedstaaten, die von der gemeinsamen Linie abweichen.

Kritik an von der Leyens Politik

Nicht nur der Boykott selbst, sondern auch dessen Begründung steht in der Kritik. Die FPÖ wirft von der Leyen vor, durch ihre Strategie der Waffen- und Pharmalobby zu begegnen und den Ukraine-Konflikt unnötig anzufeuern. Die Kritik mündet in der Forderung, von der Leyens Wiederwahl im EU-Parlament entgegenzustehen.