Frankreich zieht die Zügel an: Ab Juli herrscht Rauchverbot an Stränden, in Parks und vor Schulen. Wer trotzdem qualmt, wo Kinder sind, zahlt 135 Euro Strafe.
Verschärftes Rauchverbot
Ab 1. Juli dürfen Franzosen an zahlreichen öffentlichen Plätzen im Freien nicht mehr zur Zigarette greifen. Das neue Verbot gilt für alle Bereiche, in denen sich Kinder aufhalten können – darunter Strände, Parks, Schulumgebungen, Bushaltestellen und Sportanlagen. Auch vor weiterführenden Schulen wird das Rauchen künftig untersagt sein, um insbesondere Jugendliche vom Tabakkonsum abzuhalten.
„Wo Kinder sind, muss der Tabak verschwinden“, begründete Gesundheits- und Familienministerin Catherine Vautrin die Maßnahme in einem Gespräch mit der französischen Regionalzeitung Ouest-France. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einem Bußgeld von 135 Euro rechnen. Die Ministerin stellte klar: „Die Freiheit zu rauchen endet dort, wo das Recht der Kinder auf saubere Luft beginnt.“
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Ausnahmen und Pläne
Ausgenommen von der Regelung bleiben allerdings Schanigärten und E-Zigaretten. Für letztere plant die Gesundheitsministerin jedoch bereits weitere Einschränkungen. So soll der zulässige Nikotingehalt reduziert und die Auswahl an Geschmacksrichtungen begrenzt werden.
„Ich benötige wissenschaftliche und technische Beratung, um die Details dieser Maßnahmen festzulegen“, erklärte Vautrin. Die neuen Regelungen für E-Zigaretten sollen bis spätestens Mitte 2026 in Kraft treten.
Nationale Strategie
Die umfassende Einführung rauchfreier Zonen ist Teil des Nationalen Tabakkontrollprogramms 2023-2027. Frankreich verfolgt damit das ambitionierte Ziel, bis 2032 eine „Generation von Nichtrauchern“ heranzuziehen.
Die Maßnahmen stoßen in der Bevölkerung auf breite Zustimmung: Laut einer Umfrage der Krebsliga befürworten 62 Prozent der Franzosen ein strengeres Rauchverbot an öffentlichen Orten. Angesichts von jährlich rund 75.000 tabakbedingten Todesfällen im Land sehen Gesundheitsexperten dringenden Handlungsbedarf.
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