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E-Autos

EU will Verbrenner-Verbot für Firmen- und Mietautos

EU will Verbrenner-Verbot für Firmen- und Mietautos
FOTO: iStock/Francesco Rizzuto
2 Min. Lesezeit |

Brüssels neuer Klimavorstoß könnte den Automarkt radikal verändern: Ab 2030 sollen Mietwagen und Firmenautos emissionsfrei werden – mit Folgen für 60 Prozent des Neuwagengeschäfts.

Die EU-Kommission bereitet offenbar eine weitreichende Verschärfung der Klimavorgaben für den Automobilsektor vor. Wie aus einem Bericht der „Bild am Sonntag“ hervorgeht, sollen Mietwagenanbieter und Firmenflotten ab 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr anschaffen dürfen. Diese Maßnahme würde rund 60 Prozent des gesamten Neuwagengeschäfts betreffen. Der verbleibende Anteil des Marktes entfällt auf Privatkundengeschäfte. Im vergangenen Jahr wurden europaweit 10,6 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Nach Informationen der Zeitung plant die Kommission, den entsprechenden Regelungsentwurf bereits im Spätsommer vorzustellen und in den parlamentarischen Prozess einzubringen. Für das Inkrafttreten ist die Zustimmung von EU-Rat und EU-Parlament erforderlich. Eine Sprecherin der EU bestätigte zwar grundsätzlich die Arbeit an neuen Regelungen in diesem Bereich, wollte jedoch keine Details zu den konkreten Inhalten nennen.

Politischer Widerstand

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber hat in einem Schreiben an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits deutliche Kritik an den Plänen geäußert. In seinem Brief, der der „Bild“ vorliegt, warnt Ferber, dass bei Einführung einer solchen Regelung Elektrofahrzeuge lediglich zur Quotenerfüllung angeschafft würden.

Branchenbedenken

Auch aus der Wirtschaft kommt Widerstand: Sixt-Vorstand Nico Gabriel bezeichnete das geplante Verbrennerverbot als „praxisfremd“ und prognostizierte gravierende Folgen: „Urlauber werden kaum noch Mietwagen nutzen, Verbraucher werden praktisch keine Fahrzeuge mehr leasen können.“ Er verwies auf die unzureichende Ladeinfrastruktur in der EU.

Laut „Bild“ rechnen auch andere Anbieter der Branche mit steigenden Preisen für Mietwagen als Konsequenz der geplanten Regelung. Diese Einschätzung wird von verschiedenen Branchenvertretern bestätigt, die vor deutlichen Preiserhöhungen und eingeschränkter Verfügbarkeit warnen. Die Umstellung auf eine rein elektrische Flotte wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden, die letztlich an die Verbraucher weitergegeben würden. Europaweit äußern Mietwagenanbieter Bedenken, dass ohne ausreichende Ladeinfrastruktur ein flächendeckendes Angebot an E-Mietwagen kaum wirtschaftlich zu betreiben sei.

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KO KOSMO-Redaktion
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