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Euro fiel auf tiefsten Stand seit 2002

(FOTO: iStockphoto/MathiasPodstawka)
(FOTO: iStockphoto/MathiasPodstawka)

An den Finanzmärkten steht der Euro weiterhin unter Druck, so dass er über Nacht auf 0,9809 Dollar fiel, den tiefsten Stand seit rund 20 Jahren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs gestern Nachmittag leicht auf 0,9906 US-Dollar angehoben. Wie viele andere Währungen steht auch der Euro unter dem Druck eines starken Dollars.

Begünstigt wird die US-Währung einerseits durch die strikte Geldpolitik der US-Notenbank, die gestern Abend zum dritten Mal in Folge den Leitzins kräftig um 0,75 Prozentpunkte angehoben hat. Hintergrund ist eine sehr hohe Inflation.

Andererseits ist der Dollar aufgrund der zunehmend eingetrübten geopolitischen Lage gefragt. Vor allem die schlechten Beziehungen zwischen dem Westen und Russland treiben Investoren in den sicheren Hafen des US-Dollars.

Auch der japanische Yen steht unter Druck. Die Zentralbank der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest, teilte die Bank of Japan mit. Es stimmt, dass die Inflation in Japan deutlich niedriger ist als in anderen Ländern. Sie wächst jedoch und ist relativ hoch, zumindest für japanische Verhältnisse.

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