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Beschaffungschaos

EXPO-Debakel: Warentransport nach Serbien steckt in Japan fest

EXPO-Debakel: Warentransport nach Serbien steckt in Japan fest
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Drei Versuche, drei Scheitern: Ein simpler Warentransport aus Japan bringt das Unternehmen EXPO 2027 seit Monaten an seine Grenzen.

Seit mehreren Monaten scheitert das Unternehmen EXPO 2027 daran, einen geeigneten Logistikdienstleister für den Transport von Maskottchen-Souvenirs aus Japan nach Serbien zu finden. Drei Ausschreibungsverfahren wurden nacheinander eingestellt – keines führte zu einem verwertbaren Ergebnis.

Den Anfang machte eine Aufforderung zur Angebotsabgabe, die Ende November an die Speditionsfirma Milsped verschickt wurde. Das Unternehmen ließ die Frist verstreichen, ohne ein Angebot einzureichen. Das erste Beschaffungsverfahren wurde daraufhin ergebnislos abgebrochen.

Drei gescheiterte Versuche

Ein zweiter Anlauf folgte Ende Februar dieses Jahres – abermals mit Milsped als einzigem angeschriebenen Unternehmen. Diesmal lag ein Angebot vor: 2,28 Millionen Dinar. Die zuständige Kommission lehnte es jedoch als nicht verwertbar ab. Laut EXPO 2027 fehlte eine nachvollziehbare Berechnung der anfallenden Zollabgaben, und es war zudem unklar, ob die vorgelegte Wechselvollmacht von einer zeichnungsberechtigten Person unterzeichnet worden war. Mitte März wurde auch dieses Verfahren eingestellt.

Am 20. März wandte sich EXPO 2027 schließlich an drei Unternehmen gleichzeitig: Milsped, Cargo-Partner sowie Pomorsko recna agencija Agent plus. Doch auch der dritte Versuch endete ohne Ergebnis. Einzig Milsped reichte ein Angebot ein – über 23 Millionen Dinar, zuzüglich Mehrwertsteuer. Das Budget, das EXPO 2027 für diesen Auftrag vorgesehen hatte, lag bei 2,5 Millionen Dinar. Das eingereichte Angebot überstieg diesen Wert damit um nahezu das Zehnfache. Die Kommission lehnte es als inakzeptabel ab, das Verfahren wurde am 30. April eingestellt.

Gegenüber Forbes Srbija erläuterte EXPO 2027, worum es bei dem Transport konkret geht: Bei der Ware handelt es sich um Souvenirs in Form von Maskottchen, die im Rahmen der Weltausstellung in Osaka eingesetzt wurden, um Serbien und die bevorstehende Ausstellung EXPO 2027 in Belgrad zu bewerben. „Zur Förderung und Präsentation Serbiens, mit besonderem Fokus auf die Spezialausstellung Expo 2027 Belgrad, wurden die genannten Souvenirs zu kommerziellen Zwecken im Rahmen der Weltausstellung in Osaka verwendet“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme.

Als Grund für die anhaltenden Schwierigkeiten nennt das Unternehmen die geopolitische Lage: Die Kosten für internationale Transportdienstleistungen seien infolge globaler Entwicklungen erheblich gestiegen. Derzeit prüfe EXPO 2027 alternative Transportwege für die Souvenirs. Für künftige Ausschreibungen werde man das Portal für öffentliche Vergaben gemäß den geltenden serbischen Vorschriften nutzen.

Rastko und Milica

Die Maskottchen selbst wurden erstmals bei der Eröffnung des serbischen Pavillons in Osaka der Öffentlichkeit präsentiert. Ihre Kostüme sind von serbischer Tradition und Spielmotiven inspiriert. Anfang 2026 erhielten die beiden Figuren nach einer Bürgerbefragung auch ihre Namen: Rastko und Milica. Die Tradition der Expo-Maskottchen reicht bis ins Jahr 1984 zurück – sie sollen die Kernwerte der jeweiligen Ausstellung sowie kulturelle Eigenheiten des Gastgeberlandes verkörpern.

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KO KOSMO-Redaktion
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