Ein angeblicher IT-Spezialist, ein gehacktes Social-Media-Profil und teure Prepaid-Karten – für eine Tirolerin endete der Betrugsfall mit hohem Verlust.
Im August 2025 wurde eine Frau aus dem Bezirk Kitzbühel Opfer eines raffinierten Online-Betrugs. Ein bislang nicht identifizierter Täter nahm über einen Messenger-Dienst Kontakt mit ihr auf und präsentierte sich als IT-Spezialist. Der Betrüger konfrontierte die Frau mit der erfundenen Behauptung, ihr nicht mehr genutztes Social-Media-Profil sei kompromittiert worden und werde nun für illegale Aktivitäten missbraucht.
Betrugsmasche aufgedeckt
In weiterer Folge verlangte der vermeintliche Techniker finanzielle Kompensation für angeblich entstandene Schäden. Das Opfer kam den Geldforderungen nach und übermittelte dem Unbekannten fotografierte Codes von Prepaid-Karten.
Durch diese Masche entstand der Frau ein finanzieller Verlust im unteren vierstelligen Euro-Bereich.
IT-Support-Betrug zählt zu den häufigsten Online-Betrugsformen in Österreich. Bei dieser Masche geben sich Kriminelle als technische Mitarbeiter großer Unternehmen aus und behaupten, Computer oder Accounts seien gehackt worden. Die Verwendung von Prepaid-Karten macht eine Rückverfolgung für die Behörden nahezu unmöglich, da die Codes sofort eingelöst werden können.
Die Polizei warnt eindringlich: Seriöse Unternehmen fordern niemals Geld über Messenger-Dienste oder verlangen die Übermittlung von Prepaid-Karten-Codes. Bei verdächtigen Kontaktaufnahmen sollten Betroffene sofort das Gespräch beenden und den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle melden.