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Familienförderung

FIX: Sonderwochengeld bei weiterem Kind während der Karenz 

FIX: Sonderwochengeld bei weiterem Kind während der Karenz 
(FOTO: iStock/NataliaDeriabina/Elena Bezzubtseva)
2 Min. Lesezeit |

In einer bedeutenden Neuerung der Familienförderung hat die österreichische Regierung beschlossen, eine bisherige Versorgungslücke im Bereich des Wochengelds zu schließen. Speziell wird die Unterstützung jener Mütter ausgebaut, die während einer laufenden Elternkarenz erneut schwanger werden, zu diesem Zeitpunkt jedoch kein Kinderbetreuungsgeld mehr beziehen. Die Neuerung erfolgt als Reaktion auf die rechtliche Einschätzung des Obersten Gerichtshofs (OGH), der einen Gegensatz zum EU-Recht in der bisherigen Handhabung sah.

Auch rückwirkend gültig

Werdende Mütter sind ab dem Beginn des Mutterschutzes – in der Regel acht Wochen vor und nach der Geburt – von der Arbeit freigestellt. Das Wochengeld bietet ihnen in dieser kritischen Zeit eine notwendige finanzielle Absicherung. Die Höhe des Sonderwochengeldes wird sich am erhöhten Krankengeld orientieren, das ebenfalls eine Absicherung bei längerem Krankenstand bietet. Dieses neue Sicherheitsnetz tritt rückwirkend zum 1. November 2023 in Kraft.

Initiative schließt rechtliche Lücke

Dieser Schritt zur Einführung eines sogenannten „Sonderwochengeldes“ reflektiert das Anliegen der Regierung, eine umfassendere finanzielle Absicherung für werdende Mütter zu gewährleisten. Insbesondere richtet sich die Maßnahme an Familien, die kurz hintereinander mehrere Kinder erwarten. „In solchen Situationen zählt für die betroffenen Familien jeder Euro“, unterstreicht Gesundheitsminister Johannes Rauch von den Grünen die Bedeutung dieser Initiative.

Unterstützung im Fokus

Der Familien-Lasten-Ausgleichsfonds (FLAF) wird 70 Prozent der Kosten übernehmen, wobei die restlichen 30 Prozent durch die Krankenversicherung der Frau gedeckt werden. Die Einführung des Sonderwochengeldes, als Teil der sozialen Absicherung werdender Mütter, stößt auf breite Zustimmung. Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) sieht in dieser Maßnahme einen „wichtigen Schritt nach vorn und eine zusätzliche Unterstützungsleistung für unsere Familien und werdenden Mütter“.

Durch das Sonderwochengeld sollen Mütter, die sich in einer besonderen Konstellation befinden, zukünftig besser abgesichert und unterstützt werden. Diese politische Maßnahme ist beispielhaft für die Bemühungen der Regierung, Familien in unterschiedlichsten Lebenslagen gerecht zu werden und sozialen Schutz zu garantieren. Die genaue Ausgestaltung und die Anspruchskriterien des Sonderwochengeldes werden nun schrittweise konkretisiert, um eine rasche und unbürokratische Hilfe zu ermöglichen.

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KO KOSMO-Redaktion
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